Heard in New York: Obama-Rede stützt Dow Jones, Amazon und Microsoft schlagen Erwartungen

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Die Wall Street erlebte heute eine wahre Achterbahnfahrt. Neben einigen schwachen Quartalszahlen sorgte vorallem die Griechenlandkrise wieder einmal für schlechte Laune. Zuvor hatte Eurostat ein deutlich höheres Staatsdefizit, als die Regierung bekannt gegeben. In der Folge senkte Moody’s das Rating für griechische Staatsanleihen von „A2“ auf „A3“ – Junk Bonds wir kommen. In der Folge konnte man bei griechischen Staatsanleihen zweistellige Rendite sehen. In Europa und der Welt keimte spätestens da auf, dass man den Helenen wohl doch mit Barem unter die Arme greifen muss – früher als gedacht. Mehr über den folgenden Ausverkauf in griechischen Staatsanleihen erfährt man beim Spekulantenblog. An dieser Stelle sei auch noch der Hinweis auf ein lesenswertes Interview mit dem Euro-Kritiker Joachim Starbatty gestattet. In der FAZ wieß er darauf hin, dass aus der Währungsunion eine Inflationsunion wird.

Obama erläutert Finanzmarktreform

Positive Impulse für die Wall Street kamen dann heute von US-Präsident Obama. Dieser hat bei in einer Rede in New York die Eckpunkte seiner Finanzmarktreform erläutert. Eigentlich sind die Elemente nichts neues, dennoch sorgte die Klarheit mit der er auch die anwesenden Banker an ging für Furore. Im Bankensektor will Obama im Rahmen der Volcker-Rule die Größe der Banken begrenzen. Zudem soll der Eigenhandel eingeschränkt werden. Um auf künftige Krisen und Problembanken reagieren zu können, regte Obama einen besonderen Schutzmechanismus an, dessen Kosten auch zulasten der Banken gehen sollen. Auch bei der Transparenz Obama die Finanzmärkte voranbringen – speziell auch beim Handel mit Derivaten. Die Verbraucher in den USA will Obama zukünftig bei der Kreditvergabe umfassender über Risiken und Verpflichtungen daraus aufklären. Und auch für Aktionäre will Obama gutes tun – so sollen hier mehr Mitspracherechte eingeräumt werden, vor allem hinsichtlich der Gehälter und Boni. Wer alles nochmal nachlesen will: Der Blicklog hat die Rede in Bild und Text dokumentiert. Man sieht, alter Wein in neuen Schläuchen, aber mit Blick auf die Griechenlandkrise, die Goldman-Anklage und die generelle Wirtschaftslage könnte am Ende durchaus etwas positives herauskommen. Die Märkte honorierten die Bemühungen. Die US-Indizies schlossen am Ende mit leichten Zugewinnen – trotz der erheblichen Abschläge im Handelsverlauf.

Amazon kann trotz Spitzenzahlen nicht überzeugen

Die Erwartungen war hoch und sie wurden übertroffen. Aber irgendwie war dem Markt auch das nicht genug – nach den Zugewinnen der vergangenen Tage ging es nachbörslich für die Amazon-Aktie kräftig nach unten. Konkret hatte der weltweit größte Online-Einzelhändler das Nettoergebnis von 177 Mio. Dollar bzw. 41 Cents je Aktie auf nun 299 Mio. Dollar bzw. 66 Cents je Aktie gesteigert und so die Erwartungen von 61 Cents je Aktie klar geschlagen. Auch beim Umsatz erzielte Amazon einen Sprung von 4,89 Mrd. Dollar auf nun 7,13 Mrd. Dollar. Die Erwartungen hatten bei 6,87 Mrd. Dollar gelegen. Auch für das derzeit laufende zweite Quartal zeigt sich Amazon zuversichtlich. Man stellte ein operatives Ergebnis zwischen 220 und 320 Mio. Dollar bei Umsätzen von 6,1 bis 6,7 Mrd. Dollar in Aussicht. Besonders das Thema Kindle verunsichert derzeit mit Blick auf das iPad die Anleger. Allerdings sollte man sich davon nicht beirren lasse, schließlich ist Amazon nach wie vor beim Versand von Büchern, CDs und DVDs unangefochten die Nummer eins. Und auch andere Bereiche rollte der Konzern aus Seattle nach und nach auf.

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Microsoft profitiert von Windows 7

Ein ähnliches Bild wie bei Amazon zeigt sich nachbörslich auch bei der Microsoft-Aktie. Zwar konnte der Software-Rise einen Umsatz- und Gewinnanstieg oberhalber der Erwartungen vermelden, dennoch zeigte sich der Markt nicht zufrieden. Auch waren die Erwartungen hinter den Erwartungen etwas höher gewesen, zudem war die Aktie auch hier zuletzt gut gelaufen. Die Redmonder profierten vor allem vom neuen Windows 7. Daneben sorgte aber auch die Internetsuche Bing und die Spiele-Konsole Xbox für gute Laune. Der Gewinn stieg von 2,98 Mrd. Dollar bzw. 33 Cents je Aktie auf nun 4,00 Mrd. Dollar bzw. 45 Cents je Aktie. Erwartet worden waren 42 Cents je Aktie. Auch beim Umsatz übertraf man mit einem Anstieg von 13,65 Mrd. Dollar auf 14,50 Mrd. Dollar die Erwartungen von 14,50 Mrd. Dollar klar. Die nächsten Tage werden zeigen, dass die Zahlen in Wahrheit gar nicht so schlecht gewesen sind, wie der Kursverlust aktuell vermuten lässt.


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