Um 10: DAX leicht im Minus – Bei der Deutschen Bank zählt der Blick nach vorn

1
807 views
Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Deutsche Aktienindex startet mit einem Minus in den Handelstag. Das Thema auf dem Parkett sind die abermals schlechten Zahlen der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008).

Aber man darf den Kursrutsch der Aktie heute Morgen auch nicht überbewerten. Ein Milliardenverlust klingt zwar schlimm. An der Börse werden aber Erwartungen gehandelt. Da die Inflation in der Eurozone steigt, gibt es zumindest Hoffnung, dass die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank nicht noch mehr in Richtung Negativzinsen gehen wird. Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die darauf setzen, dass sich die Deutsche Bank bald wieder in einem normaleren Umfeld bewegen wird. Die vor gar nicht allzu langer Zeit gehandelte Insolvenzgefahr des Instituts ist in weite Ferne gerückt. Ganz im Gegenteil: Der Kurs von 10 Euro in der Deutsche-Bank-Aktie könnte ihr Tiefpunkt gewesen sein.

Die Flitterwochen des neuen US-Präsidenten sind indes vorüber. Die Wall Street nimmt ihn jetzt beim Wort. Den Investoren fällt es wie Schuppen von den Augen, dass man erkennt, dass Trump genau das, was er sagt, auch meint. Wochenlang hat die Wall Street die Steuersenkungen und vagen Infrastrukturpläne in die Aktienkurse eingepreist, ohne die Schaffung von protektionistischen Barrieren wirklich ernst zu nehmen. Das hat sich offenbar geändert.

Die Rally basiert in großen Teilen auf Annahmen, die in Research-Berichten großer Wall-Street-Banken veröffentlicht wurden, die nebenbei bemerkt am stärksten von der Rally der vergangenen Monate profitierten. Ein Fünftel des Anstiegs im Dow Jones ist allein auf die Goldman-Sachs-Aktie zurückzuführen. An der Wall Street hat man eine Zuckerguss-Variante der Trump-Politik verkauft. Jetzt scheinen sich einige an dem Kuchen verschluckt zu haben, den sie zuvor genüsslich aßen.

Passt CMC Markets zu mir? Testen Sie es! Das CFD Live-Konto!

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here