Warum der Depotauszug mit Aktien nicht verwirrt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Dieser Tage wurden wieder einmal neue Daten zum Fondsengagement der Deutschen veröffentlicht. Dabei wird deutlich: Die Skepsis gegenüber Aktien hat nachgelassen, aber wir trauen uns immer noch „nur“ an Fonds. Da passiert es dann auch leicht, dass der jährliche Depotauszug mehr verwirrt als aufklärt. Aber das muss nicht sein!

Laut dem Branchenverband BVI haben Investmentfonds im November 2016 netto 9,3 Mrd. Euro neue Mittel eingesammelt. Dabei dominierten Spezialfonds mit Zuflüssen von 9,4 Mrd. Euro. Aus Publikumsfonds flossen 0,1 Mrd. Euro ab und damit weniger als im Vormonat, als sie Rückflüsse von 2,6 Mrd. Euro verzeichneten. Aus freien Mandaten haben institutionelle Anleger 4,4 Mrd. Euro abgezogen.

Zwischen Januar und November summierte sich das Neugeschäft der Fondsgesellschaften auf 81,8 Mrd. Euro. Die Fondsbranche verwaltete somit Ende November 2016 ein Vermögen von 2,7 Bio. Euro. Mit 1,5 Bio. Euro entfällt über die Hälfte auf Spezialfonds. 899 Mrd. Euro verwalten die Fondsgesellschaften in Publikumsfonds und 373 Mrd. Euro in freien Mandaten.

Bei den Publikumsfonds hatten Mischfonds mit Zuflüssen von 2,2 Mrd. Euro im November ihren absatzstärksten Monat 2016. Aktienfonds verzeichneten mit 0,5 Mrd. Euro im November den vierten Monat in Folge Mittelrückflüsse. Während Aktien-ETFs 0,4 Mrd. Euro einsammelten, flossen aus aktiv gemanagten Aktienfonds 0,9 Mrd. Euro.

Während klassische ETFs unter den Fonds noch am transparentesten sind, herrscht bei vielen anderen Produkten schnell Unklarheit. Vor allem wenn es um den Depotauszug geht. Kurswert und Bestand sind zwar schnell multipliziert und ergeben einen Wert der Einzelposition. Diese wiederum addiert ergeben den Depotgesamtwert. Aber ob das auch auf Dauer realistisch ist, kann man so schnell nicht nachvollziehen.

Viel transparenter und das das gesamte Jahr über sind Aktien. Jeden Tag werden etwa für die 30 im DAX notierten Blue Chips Kurse gestellt. Es gibt im Xetra-Handel Schlusskurse, die dann einen tagesaktuellen Wert des Unternehmens vermitteln.

Auf das Depot bezogen heißt das: Der abendliche Depotwert eines reines Aktiendepots kann zu diesem Wert auch tatsächlich verkauft werden – zumindest nahezu, denn kleine Schwankungen sind immer möglich. Bei Fondsgesellschaften ist ein Anleger auf die Rückkaufswerte angewiesen. Letztlich hat man die volle Transparenz über sein Vermögen nur bei direkten Aktieninvestments.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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