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Before the Bell: DAX und US-Futures etwas schwächer, Warten auf Google-Zahlen
15. April 2010 von Redaktion | 1 Kommentar
Die deutschen Aktienmärkte zeigen sich nach den gestrigen Zugewinnen erst einmal wieder zurückhaltend. Der DAX pendelt um sein Vortagesniveau. Belastungsfaktoren sind mal wieder der schwächelnde Euro, nachdem die Risikoaufschläge auf griechische Staatsanleihen wieder deutlich gestiegen sind. Erfreuliche Daten kamen dagegen heute aus China. Die dortige Wirtschaft wächst wieder zweistellig. Das Börsennotizbuch sieht in China denn auch die “neue Lokomotive”. Ob sich das Tempo allerdings auch im zweiten Quartal halten lässt muss sich erst noch zeigen. Die ungelöste Währungsproblematik steht weiter im Raum.
US-(Gewerbe-)Immobilienmarkt weiter in der Krise
Das jüngste Beige Book (siehe gestriger Heard in New York) hat es wieder auf das Tablett gebracht: Die US-Immobilienkrise. Besonders der US-Gewerbeimmobilienmarkt befindet sich weiter in Schieflage. Kollege Scherbaum schrieb bereits im Dezember von den auf dem Gewerbeimmobilienmarkt bis 2013 fälligen Refinanzierungen in Höhe von rund 1,3 Bio. Dollar. Bei egghat kann man der heutigen Zahl des Tages entnehmen, dass in den Bilanzen von bis zu 3.000! US-Banken gefährlich hohe Anteile an problematischen Gewerbehypotheken enthalten sind. Auslöser sind überteuerte Kaufpreise und hohe Leerstandsquoten. Das Handelsblatt sieht dann auch schon den nächsten Immobilien-Tsunami rollen. Alles in allem keine schönen Aussichten. Morgan Stanley hat gestern ja mit den Milliardenverlusten bei einem seiner Immobilienfonds für manchen Schock gesorgt. Dabei sollte man sich in Europa auch nicht allzu sehr ausruhen. Gerade auch hier hat man mit Spanien ein ähnliches Problemkind an der Backe. Und Deutschland wiederum über seine Problembanken Commerzbank und HRE – wie Frank Wiebe bei Global Markets schreibt.
Wall Street wartet auf Google-Zahlen
An der Wall Street wartet man gespannt auf die Zahlen vom Internetkonzern Google. Analysten erwarten dabei einen Gewinnanstieg von 5,16 Dollar je Aktie im Vorjahr auf nun durchschnittlich 6,60 Dollar je Aktie. Beim Umsatz wird ein Anstieg von 4,07 Mrd. Dollar auf durchschnittlich 4,95 Mrd. Dollar erwartet. Nachdem die Berichtsaison mit Intel, JPMorgan und UPS bereits sehr gut gestartet ist, erhofft man sich auch von Google eine Überraschung. Die Google-Aktie kann bislang jedenfalls Zugewinne verzeichnen.
US-Futures vor Konjunkturdaten schwächer
An der Wall Street stehen heute jede Menge Konjunkturdaten auf der Agenda. Angefangen beim New Yorker Empire State Manufacturing Index für April, über die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Industrieproduktion (März) bis zum Philly-Fed-Index (April). Nachbörslich folgen Zahlen von Google und des Chip-Herstellers AMD. Besonders letzterer Wert steht nach den guten Intel-Zahlen besonders unter Erfolgsdruck. Die US-Futures notieren aktuell etwas schwächer. S&P 500 und NASDAQ geben 0,2 Prozent nach. Der DAX gibt in Frankfurt bei 6.270 Punkten 0,1 Prozent nach.
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Info zum Beitrag
geschrieben am Donnerstag, den 15. April 2010 um 13:57 Uhr
Kategorien: Market Preview
Tags: BIP, China, Euro, Google, Griechenland, Immobilienkrise, Konjunkturdaten, Philly-Fed-Index, Quartalszahlen, Staatsanleihen, US-Gewerbeimmobilienmarkt








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