Bildquelle: Pressefoto adidas group

Die adidas-Aktie (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) konnte 2016 die beste Performance im deutschen Leitindex DAX hinlegen. Dabei verlor die Kursrallye zum Jahresende deutlich an Fahrt, nachdem die Anteilsscheine zuvor steil nach oben geklettert waren und ein neues Allzeithoch nach dem anderen erreichten. Das kurzfristige Kurspotenzial scheint ausgeschöpft zu sein. Mittel- bis langfristig könnte dank der FIFA jedoch wieder die Post abgehen.

Am 10. Januar gab die FIFA bekannt, dass der Rat des Weltfußballverbandes einstimmig beschlossen hat, die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft ab 2026 von zuletzt 32 auf 48 Teams auszuweiten. Statt der bisher bekannten acht Vierergruppen soll in 16 Gruppen mit je drei Teams gespielt werden, in denen sich jeweils die beiden Ersten für das Sechzehntelfinale qualifizieren. In Fußballdeutschland wurde das neue Turnierformat weitgehend negativ aufgenommen. Von einer Verwässerung der sportlichen Qualität und Geschäftemacherei war die Rede. Die Belastung für die Spieler wurde ebenfalls an einigen Stellen angeführt. Für adidas und andere Sportartikelhersteller dürfte die WM-Aufstockung jedoch eine große Chance darstellen.

In den vergangenen Jahren haben die Herzogenauracher einen beeindruckenden Turnaround vollzogen, nachdem Europas größtem Sportartikelhersteller zwischendurch das wichtige Russland-Geschäft und die Probleme bei der Golfmarke TaylorMade zu schaffen gemacht hatten. Die positiven Auswirkungen des Turnarounds dürften nach den jüngsten Kurssteigerungen jedoch im Aktienkurs eingepreist sein. So waren nicht nur Anleger auf der Suche nach neuen Impulsen. Die WM-Aufstockung könnte ein solch positiver Impuls sein.

Im Idealfall könnte adidas ab 2026 insgesamt 16 zusätzliche Teams beim wichtigsten internationalen Fußballturnier ausstatten und damit das eigene Logo mit den drei Streifen noch prominenter platzieren. adidas ist im Gegensatz zum großen US-Konkurrenten Nike sogar offizieller FIFA-Sponsor. Darüber hinaus wird der Sport weltweit populärer, da weitere Nationen, die zuvor kaum eine Chance auf eine Qualifikation hatten, an dem auch für Sportartikelhersteller wichtigen Turnier teilnehmen.

Allerdings könnten sich die positiven Auswirkungen für adidas zunächst in Grenzen halten. Die Änderungen greifen erst in fast zehn Jahren. Es ist noch nicht einmal bekannt, welches Land die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 austragen darf. Bis dahin müssen sich Anleger möglicherweise anderen Themen widmen. In diesem Fall könnten die erreichten Kurshöhen der adidas-Aktie und das möglicherweise kurzfristig beschränkte Kurspotenzial erneut in den Fokus rücken. Außerdem konnte man im Zuge verschiedener Enthüllungen in den vergangenen Jahren sehen, dass eine zu enge Partnerschaft mit Verbänden wie der FIFA oder dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht immer nur von Vorteil sein muss.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der adidas-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DL85KR / ISIN: DE000DL85KR0) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,48; die Knock-Out-Schwelle bei 113,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DL76M9 / ISIN: DE000DL76M98, aktueller Hebel 3,28; Knock-Out-Schwelle bei 188,35 Euro) auf fallende Kurse der adidas-Aktie setzen.

Stand: 19.01.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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