Das sollten Sie jetzt zu Daimler wissen

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

Für Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) fällt der Blick zurück vor allem dank des jüngsten Erfolgs von Mercedes-Benz sehr positiv aus. Allerdings lauern einige Unsicherheiten, die die in der zweiten Jahreshälfte 2016 sehr gut gelaufene Daimler-Aktie ausbremsen könnte.

Daimler hat es endlich geschafft. Die Schwaben haben mit ihrer Pkw-Marke Mercedes-Benz 2016 zum ersten Mal weltweit mehr als 2 Millionen Fahrzeuge verkauft. Auch der große bayerische Rivale BMW konnte mehr als 2 Millionen Autos an den Mann bringen. Allerdings setzte sich Mercedes-Benz im vergangenen Jahr an die Spitze im Premiumsegment. Dieses Ziel hatte Daimler in den vergangenen Jahren rigoros verfolgt.

Während Mercedes-Benz 2016 gegenüber dem Vorjahr ein Absatzplus von 11,3 Prozent auf 2.083.888 Autos verbuchte, setze BMW 2.003.359 Fahrzeuge (+5,2 Prozent) ab. Beide Unternehmen hatten ihre jüngsten Verkaufszahlen am 9. Januar 2017 bekannt gegeben. Wenn man jedoch die MINI-Verkäufe, die Absätze bei Rolls-Royce Motor Cars und die smart-Absätze mitberücksichtigt, bleibt die BMW Group vor Mercedes-Benz Cars.

Mercedes-Benz überzeugte zuletzt jedoch zusätzlich mit deutlich höheren Wachstumsraten bei den Absätzen. Ganz besonders interessant ist dabei der Blick auf den wichtigsten Automarkt der Welt. In China wuchsen die 2016er-Absätze um 26,6 Prozent. Auch anderen Herstellern bereitete der chinesische Markt zuletzt viel Freude. Laut Angaben des Branchenverbands Passenger Car Association wuchsen die chinesischen Absätze 2016 insgesamt um 16 Prozent auf 23,9 Millionen Autos. Allerdings bleibt es fraglich, ob das Wachstum in diesem Tempo fortgesetzt werden kann. Schließlich wurde der jüngste Boom durch staatliche Anreize befeuert. Wenn diese auslaufen, dürften die Zuwächse geringer ausfallen, was letztlich auch deutschen Herstellern wie Daimler schaden könnte.

Während das chinesische Absatzwachstum in Zukunft abflachen könnte, könnte den Automobilherstellern in den USA neues Ungemach drohen. In einem am 15. Januar erschienenen Interview mit der „Bild“-Zeitung stellte der gewählte Präsident der USA, Donald Trump, Einfuhrzölle in Höhe von 35 Prozent für Autobauer in Aussicht, die ihre für den US-Markt gedachten Fahrzeuge im benachbarten Mexiko produzieren würden. Der US-Hersteller Ford hatte angesichts ähnlicher Aussagen Trumps einen Investitionsplan für ein Werk in Mexiko gestoppt.

Gleichzeitig ist man bei Daimler jedoch überzeugt, für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Bei der Vorlage der jüngsten Absatzzahlen verwies Konzernchef Dieter Zetsche zum Beispiel darauf, dass das Modellportfolio von Mercedes-Benz mit den Submarken Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach größer und vielfältiger als je zuvor sei. Und auch die Plug-in-Hybrid-Offensive sei in vollem Gange: Mit acht Modellen würde Mercedes-Benz die breiteste Auswahl im Premiumsegment bieten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DL9J6K / ISIN: DE000DL9J6K3) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,81; die Knock-Out-Schwelle bei 54,80 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM0A2D / ISIN: DE000DM0A2D3, aktueller Hebel 2,88; Knock-Out-Schwelle bei 90,15 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 17.01.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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