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Um 10: DAX zollt höherem Euro Tribut – US-Bilanzen müssen hohe Bewertung rechtfertigen

So schnell wie die Euphorie vor der Rede des designierten US-Präsidenten Donald Trump gestern an der Börse aufkam, so schnell ist sie heute schon wieder verflogen. Große Überraschungen im Auftritt Trumps blieben aus, so verpasste auch der Dow Jones ein weiteres Mal den Sprung über die Marke von 20.000 Punkten. Und nach der Euro-Rally fällt es dem Deutschen Aktienindex heute schwer, die Marke von 11.600 Punkten zu verteidigen.

Die Bewertungen am US-Aktienmarkt liegen aktuell 20 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Immer wenn Investoren in der Vergangenheit derartige Aufschläge bezahlt haben, wollten sie umso sicherer sein, dass die Unternehmen die hochgesteckten Gewinnsteigerungen auch bestätigen können. In dieser Berichtssaison spielen vor allem die Ausblicke der Firmen in einer vor uns liegenden Ära Trump eine wichtige Rolle. Die Frage ist, ob „Corporate America“ tatsächlich bereit ist für den Trump’schen Aufschwung?

Der aktuell gleichzeitige Anstieg der Zinsen und Aktienkurse wird sich allerdings langfristig zu einem Bremsklotz für die Börsen entwickeln. Höhere Zinsen bedeuten höhere Belastungen der verschuldeten amerikanischen Verbraucher, die dann weniger konsumieren werden, wenn die ersten hohen Rechnungen eintrudeln

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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