Heard in New York: Griechenland steht heißes Wochenende bevor, Dow Jones schließt knapp unter der 11000er Marke

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[ad#Google Adsense XL-links]Nachdem Griechenland schon die Ganze Woche das Geschehen dominiert hat, kam heute der Paukenschlag. Die Ratingagentur Fitch hat die langfristige Bonität Griechenlands von BBB+ auf nun noch BBB- herab gesenkt. Damit sind griechische Staatsanleihen fast auf Ramsch-Niveau angekommen. In der Folge wurde die EU zu einer raschen Entscheidung bzgl. Hilfsmaßnahmen gedrängt. Dabei hat man sich wohl auf ein deutlich günstigeres Zinsniveau als bislang geeinigt. Reuters spricht dabei von rund fünf Prozent. Gestern war die Verzinsung von Staatsanleihen auf über 7 Prozent angestiegen. Die Details eines Kreditprogramms für Griechenland werden wohl über das Wochenende erarbeitet werden müssen. Was für alle Beteiligten angefangen von den Ecofin-Ministern über die Kommission bis zur EZB ein heißes Wochenende bedeutet. Zum Thema Griechenland hat der neue Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart auch einen lesenswerten Kommentar verfasst: Der Todeskuss von Frankfurt.

Palm: Übernahmegerüchte sorgen für Kurssprung

Einer der Tagesgewinner in New York war heute die Palm-Aktie mit deutlich zweistelligen Kursgewinnen. Auslöser waren Übernahmegerüchte. Laut der taiwanesischen „Economic Daily News“ soll der in Deutschland noch kaum bekannte Handyhersteller HTC Interesse geäußert haben. Die nur wenig in Deutschland gehandelten HTC-Papiere konnten bislang wenig reagieren. Im Zusammenhang mit den Bemühungen von Apple und Google den etablierten Handyherstellern Marktanteile abzuschlagen würde dieser Deal durchaus Sinn machen. Palm als weltweit eingeführte Marke und HTC mit genügend technischem Know-how um zusammen als ernsthafter Konkurrent, v.a. auch für den Blackberry-Hersteller Research In Motion aufzutreten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die zuletzt arg gebeutelte Palm-Aktie durch die Übernahmephantasie wieder auf die Beine kommt.

Alcoa eröffnet am Montag die Berichtsaison

Der Aluminiumhersteller Alcoa wird am Montag traditionell die Berichtsaison im Dow Jones eröffnen. Analysten rechnen mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Das EPS wird bei 11 Cents gesehen, nach einem Verlust von 59 Cents je Aktie im Vorjahr. Beim Umsatz wird ein Anstieg von 4,15 Mrd. Dollar auf nun 5,19 Mrd. Dollar erwartet. Ein freundlicher Auftakt in die Berichtsaison würde den ohnehin stabilen Aktienmärkten weiteren Auftrieb verleihen. Man darf also gespannt sein, ob Alcoa wirklich die Hoffnungen der Börsianer befriedigen kann. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen ist der Aluminumpreis in den vergangenen Monaten nur wenig angestiegen. Gold hat heute übrigens wieder mal ein neues Euro-Rekordhoch erreicht: 860,30 Euro.

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Wall Street geht mit deutlichen Zugewinnen ins Wochenende

Die Wall Street konnte den Freitag mit Zugewinnen beenden. Neben einigen Unternehmensdaten sorgte vor allem eine Konjunkturmeldung für gute Laune. So sind die Lagerbestände im Großhandel im Februar 2010 unerwartet angestiegen. Dabei ergab sich ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 0,6 Prozent, gegenüber revidiert +0,1 Prozent im Vormonat. Auch die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vormonat an, um 0,8 Prozent, nach revidiert +0,9 Prozent im Vormonat. Die US-Wirtschaft ist also doch widerstandsfähiger als vielfach zuletzt gedacht. Vielleicht können die hin und wieder guten Daten nun auch an Intensität gewinnen. Der Aktienmarkt würde es danken. Der Dow Jones schielt jedenfalls schon auf die runde 11.000er Marke. Am Ende reichte es dafür knapp nicht. Der amerikanische Leitindex gewann 0,6 Prozent auf 10.997 Punkte. Auch der S&P 500 und der NASDAQ konnten merklich zulegen.


3 KOMMENTARE

  1. Tweets die After the Bell: Griechenland steht heißes Wochenende bevor, Dow Jones schließt knapp unter der 11000er Marke | Die Börsenblogger erwähnt -- Topsy.com

    […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Die Börsenblogger, Marc Schmidt erwähnt. Marc Schmidt sagte: After the Bell: Griechenland steht heißes Wochenende bevor, Dow Jones schließt knapp unter der 11000er Marke http://is.gd/bm38w […]

  2. Seit einiger Zeit regt mich die Sache mit Griechenland wirklich auf. Weniger die Griechen selbst, das kann man verstehen, dass die in den Euro wollten, eher das Verhalten unserer Politiker. Alles beschwichtigen, nichts entscheiden und uns dumm halten. Was hört man denn von unseren Finanzminister zu der Griechenland Kriese, die den Euro in den Ruin trieb. Nichts, aber auch gar nichts. Den Schäuble kann man nach Hause schicken. Würde eh keiner merken, wenn der nicht da wäre.

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