Deutsche Pfandbriefbank: Fundamental interessant

0
Bildquelle: dieboersenblogger.de

Erst im Jahr 2003 in seiner damaligen Form gegründet und schon 2009 quasi insolvent – das ist die wenig ruhmreiche Geschichte der nur per Notverstaatlichung am Leben gehaltene Hypo Real Estate (HRE). Nach Jahren der Sanierung und Verwertung von Teilen brachte der Staat dann im Sommer 2015 die aus Resten hervorgegangene Deutsche Pfandbriefbank (PBB) (WKN: 801900 / ISIN: DE0008019001) wieder an die Börse. Sie entwickelte sich zunächst erfreulich und stieg auch schon wieder in den MDAX auf.

Das Spezialinstitut, welches sich auf die Finanzierung von Immobilien und öffentliche Investitionen fokussiert, glänzte von Quartal zu Quartal mit guten Geschäftszahlen und einem wachsenden Geschäftsvolumen. Der boomende Immobilienmarkt trug dazu erheblich bei. Und auch die Niedrigzinsphase konnte die PBB bislang stets gut in den kommenden drei bis sechs Monaten eine finale Entscheidung treffen – Ausgang offen! Die Aktie reagierte in der Vorwoche panisch, sie rauschte prozentual zweistellig in den Keller. Aktuell notiert das Papier nur noch knapp über 9,00 Euro.

Deutsche-Pfandbriefbank-Chart: finanztreff.de

Doch die PBB hat noch ein Ass im Köcher: Die mögliche Zahlung kann das Institut im negativen Fall mit einem Sonderertrag von rund 132 Millionen Euro verrechnen, denn die Bank aus einer Einigung im Milliardenstreit um die Skandalbank Hypo Alpe Adria erzielt hat. Ausfallen würde aber die erwartete Sonderdividende. Doch auch ohne diese Extra-Zahlung ist die Aktie fundamental interessant. Denn das KGV liegt bei 11 und die Dividenden-Rendite (ohne Zusatzzahlung) bei rund 4,8 Prozent. Mutige Anleger sammeln die Aktie daher jetzt ein, trotz einer angeschlagenen Charttechnik…

Auf www.plusvisionen.de geht es weiter…

RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Bildquellen: Wolfgang Raum / dieboersenblogger.de


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here