Heard in New York: Fed-Minutes liefern keine neuen Erkenntnisse über Dauer der Nullzinspolitik

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[ad#Google Adsense XL-rechts]Die Wall Street konnte sich heute erwartungsgemäß erst nach Bekanntwerden der Fed-Minutes konzentriert dem eigentlichen Handelsgeschehen widmen. Zuvor fuhr man nur mit angezogener Handbremse. Am Ende konnte der Dow Jones abermals keinen Kurs auf die 11.000er Marke aufnehmen. Der US-Leitindex schloss kaum verändert bei knapp 10.970 Punkten. S&P 500 und die NASDAQ konnten dagegen leicht zulegen. Alles in allem also ein durchwachsener Börsentag in den USA.

Fed-Minutes liefern keine neuen Erkenntnisse

Keine neuen Erkenntnisse brachten die Fed-Minutes – also das Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses (FOMC). Dieser hatte sich zuletzt am 16. März 2010 getroffen und über die „Zinswende“ diskutiert. Herausgekommen ist bekanntlich nichts – die Nullzinspolitik ist weiterhin Fakt. Stattdessen hat man sich den bisherigen Interpretationen gewidmet. Denn der zuletzt vom FOMC genannte „ausgedehnte Zeitraum“ kann laut dem Protokoll nicht mit sechs Monaten oder einem anderen bestimmten Zeitraum übersetzt werden – eine Klatsche für alle Vollzeit-zwischen-den-Zeiler-Leser. Stattdessen wird es wohl nichts mehr mit einer Zinswende 2010 – den anstatt von konkreten Zeitangaben will der FOMC die „Zinswende“ von der Entwicklung der Wirtschaft abhängig machen. Es heißt also Abwarten. Für den Aktienmarkt besonders erfreulich war die Aussage im Protokoll, wonach die Stärkung der US-Wirtschaft mit einer unerwartet schwachen Entwicklung der Kerninflation einhergehe. Aber wie auch immer, Euphorie weckt man damit nicht.

US-Automarkt erholt sich weiter

Der US-Automobilmarkt kommt so langsam wieder vom Fleck. Nachdem die US-Absatzzahlen bereits ein erstes positives Zeichen brachten, kam dies heute nun vom größten Händler von Neu- und Gebrauchtwagen in den USA, namens – nomen est omen – AutoNation. Das Unternehmen hat nämlich heute erneut seine Prognose für das erste Quartal 2010 erhöht. So erwartet man nun einen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft von 32 bis 35 Cents je Aktie, nach zuvor 29 bis 32 Cents je Aktie. Die durchschnittlichen Marktschätzungen liegen derweil bei 31 Cents je Aktie. Beim Umsatz hält AutoNation an der bisherigen Einschätzung von 2,8 Mrd. Dollar fest – die Analysten erwarten lediglich 2,75 Mrd. Dollar. Am 22. April wissen wir mehr, dann werden die Zahlen bekannt gegeben. Am Markt jedenfalls kamen die Zahlen gut an, denn wo man mit dem Verkauf von Autos (wieder) Geld verdient, ist vielleicht auch sonst noch was zu holen. Die AutoNation-Aktie konnte heute an der NYSE mehr als 3 Prozent zulegen.


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