Indus Holding – wieder besucht

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Bildquelle: Pressefoto Indus

Über Indus Holding (WKN: 620010 / ISIN: DE0006200108) habe ich schon ewig nicht mehr berichtet. Der letzte Artikel war Anfang 2013 und betraf die Zahlen des Geschäftsjahres 2012. Damals stand die Aktie bei EUR 24,10 und ich stellte mir die Frage, ob es sich lohnt bei einem KGV von 9 und einer Dividendenrendite von 4% weiterhin eine für mich sehr große Position aufrecht zu erhalten. Obwohl die Bewertung augenscheinlich günstig war, war das KGV in den Jahren davor nie deutlich zweistellig. Das war auch nicht sehr verwunderlich, denn in den 11 Jahren von 2001 bis 2011 erreichte Indus nur ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 2,1%je Aktie. Real war also kaum Wachstum zu verzeichnen. Ex post betrachtet, habe ich mich zum Glück mangels besserer Alternativen trotzdem entschieden nur noch mal eine Gewinnmitnahme zu machen. Heute ist Indus Holding schon wieder eine meine größten Positionen, denn die Aktie notiert aktuell mehr als doppelt so hoch und gleichzeitig in der Nähe ihres Allzeithochs von EUR 54,45. Ist es Zeit mal wieder eine Gewinnmitnahme zu machen?

Indus-Chart: finanztreff.de

Indus Holding Status Quo

Die 9 Monats Zahlen von Indus sahen nicht schlecht aus. Der Umsatz wurde um 3,9% und der Gewinn nach Steuern sogar um 10,9% gesteigert. Die Umsätze verteilen sich dabei relativ gleichmäßig über die 5 Geschäftsbereiche:

Beim EBIT der Segmente verschiebt sich die Verteilung dann teilweise deutlich. Der umsatzstärkste Bereich Fahrzeugtechnik ist gleichzeitig der Bereich mit der schwächsten EBIT Marge. Da die Holding die Töchter über die EBIT Marge steuert, frage ich mich seit Jahren, warum Indus in der Fahrzeugtechnik nicht konsequentere Maßnahmen ergreift. Durch die gute Baukonjunktur in Deutschland genießt der Bau / Infrastrukur Bereich momentan die besten EBIT Margen. Natürlich können auch Invesititionen in niedrige EBIT Margen Sinn machen, wenn der Einkaufspreis für die Beteiligungen entsprechend niedrig ist. Leider berichtet Indus Holding aber nicht über die Rentabilität der Segmente aus Kapitalsicht.

Nicht nur im bisherigen Verlauf von 2016 sondern auch in den Jahren 2013, 2014 und 2015 ist der Umsatz kontinuierlich gestiegen. Die Gewinne haben dabei weiter relativ stark geschwankt. Während sie zum Beispiel im Jahr 2013 um 23% stiegen, gingen sie im Jahr 2014 um 1% zurück. Durchschnittlich wuchs der Gewinn pro Jahr um 5%. Wenn man nur immer mal wieder die Berichterstattung auf Unternehmensebene verfolgt, wie ich das gemacht habe, kann man sich leicht zurücklehnen und das Engagement als unspektakulär aber erfolgreich laufen lassen…

Auf www.value-shares.de geht es weiter.

Mario BrünjesEin Beitrag von Mario Brünjes

Mario Brünjes studierte in Deutschland und England Finanzwirtschaft und Rechnungswesen und ist seit mehr als 15 Jahren als professioneller Sachwertinvestor in den Bereichen Flugzeugleasing, Immobilien und Erneuerbare Energien tätig.

In seinem Value Investing Blog www.value-shares.de schreibt er regelmäßig über seine privaten Value Investments mit Schwerpunkt Sachwerte.

Bildquellen: Mario Brünjes / Pressefoto Indus


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