Wochenrückblick KW49: Italien und EZB dominieren, Volkswagen kommt nicht zur Ruhe

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Am Montag früh war es klar: In Italien braut sich ein Regierungswechsel an. Nachdem Matteo Renzi sein Verfassungsreferendum verloren hatte, kündigte er seinen Rücktritt an. Überraschenderweise reagierten jedoch die Börsen gelassen. Das lag daran, dass bereits im Vorfeld große Zurückhaltung geübt wurde.

Zum Vergleich: Die Wall Street hatte bereits im November neue Allzeithochs erreicht. In Europa ist davon nichts zu spüren, zwar stieg der DAX auf ein neues Jahreshoch, aber zu neuen Rekorden hat es bislang nicht gereicht. Auch die berühmte Jahresendrallye spielt nur in Medienkreisen eine Rolle. Tatsächlich kommen die Kurse nur mühsam in Fahrt. Das gilt erst Recht, seitdem die EZB angekündigt hat, ihr Anleihekaufprogramm zwar zu verkleinern, aber auch im nächsten Jahr fortzuführen. Ein Einstieg in den Ausstieg sieht anders aus.

Apropos Ausstieg: Bei Volkswagen will der Abschied vom Dieselgate-Skandal nur mühsam klappen. Nun kam der Verdacht auf verschwundene Beweismittel auf. Es wird also wohl noch lange dauern, bis Ruhe einkehrt in Wolfsburg.

Deutschland

Mit seiner Lkw-Sparte hatte es Daimler zuletzt nicht immer ganz leicht. Wie gut, dass die Pkw-Marke Mercedes-Benz immer wieder für Verkaufserfolge sorgen kann. Auch weil sich der chinesische Markt einfach nicht abkühlen will. Mehr dazu hier.
Die E.ON-Kraftwerkstochter Uniper und die RWE-Ökostromtochter Innogy haben sich nicht viel Zeit gelassen. Kurze Zeit nach ihren Börsengängen werden die beiden Abspaltungen in den MDAX aufgenommen. Unsere Einschätzung dazu hier.

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Die Jahresendrallye kommt in Frankfurt langsam in Fahrt

Na endlich. Die K+S-Aktie hat sich wieder über die 200-Tage-Linie gekämpft. Warten wir einmal ab, ob der MDAX-Wert dieses Mal diese charttechnische Marke verteidigen kann. Das gute Börsenumfeld dürfte eine Hilfe sein. Unsere Einschätzung dazu hier.
Nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug ging es für die Aktie von Borussia Dortmund zuletzt in den Korrekturmodus. Dabei stürzte das SDAX-Papier in kürzester Zeit regelrecht ab. Doch jetzt könnte das Tief, genauso schnell wie es gekommen war, auch wieder überwunden sein. Mehr dazu hier.

International

Derzeit fragen sich Anleger weltweit, ob der jüngste Quartalsgewinn bei Tesla Motors nur ein einmaliges Erlebnis war, oder ob der kalifornische Elektrowagenbauer nun häufiger Gewinne präsentieren wird. Allerdings müssen sich Investoren erst einmal mit unschöneren Dingen beschäftigen. Unsere Einschätzung dazu hier.NVIDIA hat das Ziel, mit seiner Arbeit neue Welten zu erschließen, ungeahnte Kreativität zu ermöglichen sowie Entdeckungen und Erfindungen anzutreiben, die früher als Science-Fiction galten, wie die künstliche Intelligenz oder autonome Kraftfahrzeuge. Offenbar haben auch Investoren angefangen zu träumen. Die Realität kann am Ende jedoch auch ganz anders aussehen. Mehr dazu hier.
Während der österreichische Stahl- und Technologiekonzern voestalpine mit dem Preisdruck in der Branche fertig werden muss, kann man sich weiterhin über neue Bestellungen aus der Auto- und Luftfahrtbranche freuen. Nachdem zuletzt bei neuen Werken der Autosektor im Fokus stand, ist jetzt die Luftfahrt an der Reihe. Unsere Einschätzung dazu hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

In Sachen Quartalszahlen endet die Berichtssaison zum dritten Quartal allmählich. In der kommenden Woche stehen u.a. Unternehmensdaten an von Aurubis (Mittwoch); Adobe Systems, Oracle (Donnerstag); Wolford (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Dienstag
08:00 DE Verbraucherpreise (November)
11:00 DE ZEW-Konjunkturerwartungen (Dezember)
11:00 EU ZEW-Konjunkturerwartungen (Dezember)
14:30 US Einfuhrpreise (November)

Mittwoch
11:00 EU Industrieproduktion (Oktober)
14:30 US Einzelhandelsumsatz (November)
14:30 US Erzeugerpreise (November)
15:15 US Industrieproduktion (November)
16:00 US Lagerbestände (Oktober)
20:00 US Fed-Zinsentscheid

Donnerstag
09:30 DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Dezember)
09:30 DE Einkaufsmanagerindex Dienste (Dezember)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Dezember)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Dienste (Dezember)
10:00 EU Einkaufsmanagerindex Gesamt (Dezember)
14:30 US Empire-State-Manufacturing Index (Dezember)
14:30 US Leistungsbilanz (Q3)
14:30 US Philly-Fed-Index (Dezember)
14:30 US Verbraucherpreise (November)
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
16:00 US NAHB Wohnungsmarktindex (Dezember)

Freitag
11:00 EU Handelsbilanz (Oktober)
11:00 EU Verbraucherpreise (November)
14:30 US Baubeginne (November)
14:30 US Baugenehmigungen (Oktober)

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