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Karlie´s Napf ist endgültig leer – und warum man von Mittelstandsanleihen die Finger lassen sollte

Diesen Beitrag können wir wohl in den nächsten Monaten und Jahren einfach immer wieder „refreshen“. Denn das Thema Mittelstandsanleihen ist dermaßen am Ende… Die jüngste Nachrichtenlage zeigt es unverblümt auf.

Fangen wir einmal wieder von vorne an: An sich versprechen Mittelstandsanleihen Solidität und deutschen Erfindergeist gepaart mit Geschäftstüchtigkeit. Mit dieser Konnotation ist das Segment der Mittelstandsanleihen durchaus gestartet – vielleicht auch in der Hoffnung, dass es tatsächlich so kommt.

Doch die Realität sieht ganz bitter aus. Eine Mittelstandsanleihe nach der nächsten wird notleidend. Jüngstes Beispiel: Tierbedarfshersteller Karlie. „Abermals müssen die Inhaber von rund zehn Millionen Euro an Mittelstandsanleihen darum bangen, was ihnen am Ende noch bleiben wird“, wie es Martin Hock von der FAZ schrieb.

Fakt ist: Der Ruf des Sektors ist endgültig ruiniert. Wäre Karlie (so nach KTG Agrar, und vielen anderen) ein Einzelfall könnte man schmunzeln. Leider nein! Unternehmer mit überzogenen Phantasien präsentieren vermeintlich tolle Geschäftsideen. Doch am Ende stehen meist nur heiße Luft und eine Pleite. Teuer für die Anleihegläubiger und schlecht für den gesamten Kapitalmarkt Deutschland.

Wer ist aber Schuld? Wie so oft ist es die Gier. Die Gier nach hohen Renditen ohne Risiko in Geschäftsfeldern, die man vermeintlich einschätzen kann. Ohne bewiesen zu haben, dass sie funktionieren. In einer perfekten Welt würden die Anleger statt solcher Fehler zu machen, lieber auf den Spatz in der Hand setzen. Und der kann sich ja in Form der klassischen Aktienanlage durchaus sehen lassen.

Konkret: Schau Sie sich einmal die langfristigen Renditen von DAX oder S&P 500 an. Sie werden sehen, das Risiko eines Verlusts ist bei Anlagehorizonten jenseits eines Jahrzehnts nicht mehr vorhanden. Die damit verbundene Rendite kann sich auch sehen lassen: Immerhin runde 8 Prozent – je nach dem welchen Zeitraum man zugrunde legt.

Am Ende stellt sich wirklich die Frage: Warum investieren die Anleger nicht öfter in Aktien (oder passive Indexfonds, auch ETFs genannt)? Langfristig ist das die bessere Wahl. Ist es nur, weil niemand mit der Rendite-Werbetrommel daneben steht? Denkt denn niemand der Anleger nach? Vielleicht haben Sie lieber Leser ja eine Antwort. Wir freuen uns über Kommentare.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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