Die deutschen Anleger und ihre Vorsätze für 2017

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Das Jahr 2016 neigt sich mit hoher Geschwindigkeit dem Ende entgegen. Nachdem Nikolaus bereits hinter uns liegt, werden auch Weihnachten selbst und danach der Jahreswechsel bald vor der Tür stehen. Ein Grund bereits jetzt sich mit den guten Vorsätzen für 2017 zu beschäftigen. Investiere ich in Aktien, oder doch weiter in Fonds? Was mache ich mit meinem Sparbuch? Fragen über Fragen.

Wenn man die Deutschen nach ihren Vorsätzen für das neue Jahr fragt, kommen meist Antworten im Bereich Ernährung, Sport oder Rauchen. Das Thema Geldanlage und Finanzen hingegen spielt laut dem Anlegerbarometer von Union Investment eine untergeordnete Rolle: Nur jeder Vierte hat sich hier etwas vorgenommen. Dagegen geben 58 Prozent der Befragten an, dass sie sich im Bereich Gesundheit Ziele gesetzt haben. Auf Platz zwei kommen Vorsätze für die Familie: Hier hat sich jeder Zweite etwas vorgenommen, gefolgt von den guten Vorhaben im Beruf (41 Prozent).

Dennoch stellt etwas mehr als die Hälfte der Befragten ihre Geldanlagen zum Jahresende auf den Prüfstand. Es zeigt sich, dass Sparer mit herkömmlichen Zinsprodukten immer stärker unter dem Niedrigzinsumfeld zu leiden haben, was Investmentfonds so attraktiv macht wie lange nicht.

Von denjenigen, die ihr Vermögen zum Jahresende genauer unter die Lupe nehmen, achten knapp zwei Drittel (63 Prozent) darauf, dass sie möglichst alle staatlichen Zuschüsse und Steuervergünstigungen mitnehmen. 41 Prozent der Sparer ziehen deshalb beim Vermögenscheck ihren Bankberater zu Rate. 59 Prozent dagegen machen ihn auf eigene Faust.

Es zeigt sich mal wieder: Wenn der Deutsche Zuschüsse und Steuervergünstigungen bekommt, ist er vorne mit dabei. Renditeerwägungen spielen dann keine Rolle mehr. Dabei ist doch wichtig, was hinten raus kommt – wie ein Altkanzler es so schön formulierte. Bei Aktien sind das 7 bis 8 Prozent – bei einem langfristigen Anlagezeitraum. Zieht man davon die individuellen Steuern ab, kann sich das sehen lassen.

Spinnt man die Daten etwas durch, müsste der Staat quasi den Aktienkauf steuerlich fördern. Früher tat er das, in Form der Spekulationsfrist. Wer Aktien länger als ein Jahr hielt, konnte den Gewinn steuerfrei einstreichen. Für den langfristigen Vermögensaufbau waren das goldene Zeiten. Vielleicht kommen die ja eines Tages wieder – wir wünschen uns das jedenfalls für 2017.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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