Before the Bell: DAX klettert zeitweise über 6.200 Punkte, Wirecard stürzt ab, US-Futures im Plus

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Gute Geschäftszahlen einiger Unternehmen aus der zweiten Reihe sorgten am Dienstag dafür, dass die positive Stimmung an den Börsen zunächst anhielt. Der DAX kletterte am Morgen erstmals seit September 2008 wieder – wenn auch nur kurzzeitig – über die Marke von 6.200 Zählern. Inzwischen sind die anfänglichen Aufschläge jedoch wieder zusammengeschmolzen. Offenbar haben einige Anleger nach der jüngsten Rallye erst einmal Gewinne realisiert.

ElringKlinger erhöht Dividende

Der im MDAX notierte Automobilzulieferer ElringKlinger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine eigenen Ziele erreicht und eine Dividendenerhöhung angekündigt. Der Umsatz sank aufgrund der Krise um 12 Prozent auf 579,3 Mio. Euro. Der operative EBIT-Gewinn ging ebenfalls um knapp 12 Prozent auf 63,3 Mio. Euro zurück, lag damit aber über den Erwartungen. Beim Auftragseingang verbuchte ElringKlinger im vierten Quartal einen Anstieg um 63 Prozent auf 172,8 Mio. Euro – der bisher höchste Wert in einem Schlussquartal. Trotz des Gewinnrückgangs kommen die Aktionäre in den Genuss einer höheren Dividende. Die Ausschüttung soll von 15 auf 20 Cents je Aktie angehoben werden. Die ElringKlinger-Aktie markierte am Morgen ein neues 52-Wochen-Hoch, ist inzwischen aber ins Minus gerutscht und verliert derzeit 3 Prozent.

Noch ein erfolgreicher Börsengang

Nach dem glänzenden Börsendebüt des Chemikalienhändlers Brenntag am Vortag ging heute ein weiterer Börsengang erfolgreich über die Bühne. Die Aktie des chinesischen Badarmaturen-Hersteller Joyou stieg am ersten Handelstag bis auf ein Hoch bei 15,04 Euro. Aktuell notiert die Joyou-Aktie immerhin 12 Prozent über dem Ausgabepreis, der bei 13,00 Euro festgesetzt worden war. Wenngleich die Papiere von Tom Tailor und Kabel Deutschland derzeit knapp unter dem Emissionspreis liegen, fällt die Bilanz der jüngsten Börsengänge unter dem Strich positiv aus. Die hohe Nachfrage nach den Neuemissionen macht Hoffnung, dass weitere IPO-Kandidaten in den kommenden Monaten den Gang aufs Parkett wagen werden.

Wirecard stürzt wegen Geldwäscheverdachts ab

Im TecDAX bricht die Aktie von Wirecard massiv ein. Ein Finanznachrichtendienst hat berichtet, der Staatsanwaltschaft München liege eine Anzeige gegen die Wirecard Bank AG wegen des Verdachts auf Geldwäsche vor. Demnach soll die Wirecard-Tochter im Auftrag der englischen Immobilienfirma Bluetool im vergangenen Jahr 5,7 Mio. Dollar an den in Florida lebenden Berliner Immoblienmakler Michael Olaf Schütt überwiesen haben. Dem Bericht zufolge dienten die Gelder dazu, illegale Gewinne aus verbotenen Glücksspielen in Online-Casinos auszuzahlen. Die Münchener Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass eine Anzeige gegen das Unternehmen vorliege, über den Inhalt jedoch keine Angaben gemacht. Im Tief rutschte der Kurs um nahezu ein Drittel ab, aktuell verliert die Wirecard-Aktie 25%.

Finger weg von der Aktie

Bahnt sich hier ein Skandal an? Es ist schon seltsam, dass sich ausgerechnet um Wirecard immer wieder solche Negativschlagzeilen ranken. Im Jahr 2008 war das Unternehmen schon einmal ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Damals hatte die SdK Vorwürfe wegen angeblicher Bilanzmanipulationen erhoben, die sich letztlich aber als haltlos herausstellten. Ob an den aktuellen Vorwürfen etwas dran ist, muss man abwarten. Anleger sollten um die Wirecard-Aktie aber besser einen weiten Bogen machen.

US-Futures im grünen Bereich

Neue Impulse für den deutschen Markt könnten am Nachmittag von der Wall Street kommen. Dort warten die Anleger vor allem auf das aktuelle Verbrauchervertrauen, das am Nachmittag vom Marktforschungsinstitut Conference Board veröffentlicht wird. Die US-Futures deuten auf einen positiven Handelsstart hin. Der S&P 500 gewinnt 0,2 Prozent, der NASDAQ verbessert sich um 0,3 Prozent. Der DAX notiert in Frankfurt mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent bei 6.160 Punkten.


2 KOMMENTARE

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