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Gold: Kommt jetzt die Gegenbewegung?

Am Ende fiel nicht nur der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen überraschend aus, sondern auch die Marktreaktionen auf den Wahlsieg Donald Trumps. Während der US-Dollar immer weiter an Wert zulegte, rutschte der Goldpreis in die Tiefe. Goldpreis-Bullen dürften nun auf eine Gegenbewegung hoffen.

Kurzfristig könnten diese Hoffnungen jedoch enttäuscht werden. Ein wichtiger Impulsgeber für die Goldnotierungen ist der US-Dollar. Schließlich wird das gelbe Edelmetall hauptsächlich in der US-Währung gehandelt. In den Wochen nach der US-Wahl konnte der „Greenback“ gegenüber dem Euro deutlich an Wert zulegen. Das heißt, dass sich die Goldanschaffung verteuert hat. Darunter litt zuletzt auch der Goldpreis. Derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich dieser Trend bald umkehren sollte.

An den Devisenmärkten wird verstärkt von einer US-Dollar/Euro-Parität gesprochen. Der Deutsche-Bank-Research sieht den Euro/US-Dollar-Kurs am Jahresende 2016 bei 1,05 US-Dollar. Ende des ersten Halbjahres 2017 soll die Parität laut Analysteneinschätzung erreicht werden. Bis zum Jahresende 2017 soll sogar ein Euro/US-Dollar-Kurs von 0,95 US-Dollar zu Buche stehen. Eine solche Entwicklung dürfte dem Goldpreis weiter schaden. Dafür, dass es so kommt, spricht zum Beispiel der Umstand, dass sich die US-Notenbank Fed angesichts einer anhaltenden Wirtschaftserholung in der größten Volkswirtschaft der Welt auf eine Leitzinserhöhung Mitte Dezember 2016 zubewegt. Während die Fed ihre Geldpolitik straffen könnte, scheint die Europäische Zentralbank (EZB) noch sehr weit von einem solchen Schritt entfernt zu sein.

Allerdings ist für die Goldpreis-Bullen noch längst nicht alles verloren. Gerade Donald Trump könnte den Notierungen neuen Auftrieb verleihen. Genauso wie seine Konkurrentin aus der Demokratischen Partei Hillary Clinton hatte auch er für den Fall eines Wahlsieges enorme staatlich finanzierte Infrastrukturprogramme versprochen. Das Geld für diese Programme muss irgendwo herkommen. Ein großer Teil der Maßnahmen dürfte mit einer enormen Ausweitung der Staatsschulden finanziert werden. Ausgabensteigerungen des Staates und neue Schulden könnten bei den Finanzmarktteilnehmern die Inflationserwartungen ansteigen lassen. Darüber dürften sich gerade Goldpreis-Bullen freuen. Schließlich gilt das gelbe Edelmetall seit jeher als Absicherung in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Außerdem gilt Gold weltweit als Inflationsschutz. Damit könnten die Goldnachfrage und die Notierungen auf Umwegen doch noch ansteigen.

Darüber hinaus rechnet der World Gold Council mit einer Nachfrageerholung zum Jahresende. Der Branchenverband hatte die jüngsten Statistiken zur Goldnachfrage am 8. November veröffentlicht. Während die Nachfrage im dritten Quartal um 10 Prozent auf 992,8 Tonnen zurückgegangen ist, zeigte man sich zum Jahresende in Bezug auf die Preise und die Nachfrage wegen des Weihnachtsgeschäfts, der anhaltend hohen Investorennachfrage und niedriger Preise optimistisch.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Gold erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 4 der Deutschen Bank (WKN: DX4XAU / ISIN: DE000DX4XAU9) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 4 der Deutschen Bank (WKN: DX4GLD / ISIN: DE000DX4GLD7) die Gelegenheit dazu.

Stand: 29.11.2016/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG


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