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Immobilienboom oder darum wird gebaut was das Zeug hält…

Der Immobilienboom im Land hält weiter an. Trotz verschiedener Warnung – etwa durch die Bundesbank – wird gebaut wie lange nicht mehr. Deutlich wird das an den jüngsten Statistiken zum Auftragseingang im Bauhauptgewerbe. So lange es „nur“ um das Eigenheim geht, mag eine Immobilie sinnvoll sein. Darüber hinaus wird die Argumentation für den eigenen Vermögensaufbau aber sehr mager. Warum das so ist.

Fakt ist: Als Investment fällt es den meisten Anlegern schwer, mit einer Rendite eine Rendite ordentliche zu erzielen. Aber die Zahlen belegen – das ist den Deutschen egal.

So stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe in den ersten neun Monaten 2016 um 14,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bezogen auf die nominalen Ergebnisse lag der Wert des Auftragseingangs im Bauhauptgewerbe im Neun-Monats-Zeitraum um 15,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Interessant ist auch die Umsatzentwicklung bei den Unternehmen. In Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lag der Umsatz im September 2016 nominal mit rund 7,0 Mrd. Euro um 9,2 Prozent höher als im September 2015. Ein höherer Umsatz in einem September war zuletzt im Jahr 1999 erreicht worden (7,5 Mrd. Euro). Für die ersten neun Monate des Jahres 2016 ergab sich ein Anstieg um 7,9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Jetzt muss man natürlich sehen, dass in den Zahlen nicht nur Aufträge von privater Hand, sondern auch von der öffentlichen Hand enthalten sind. Dennoch wird der Trend deutlich: In Deutschland wird soviel gebaut, wie seit 17 Jahren nicht mehr. Das ist ein gutes Konjunktursignal.

Nur noch einmal zur Klarstellung: Immobilien haben aus unserer Sicht als Sachwertinvestment ihre volle Berechtigung – aber nur wenn es um die eigenen vier Wände geht. Selbst dann sollte man aufgrund des Klumpenrisikos immer reiflich nachdenken, ob diese Investition tatsächlich getätigt werden soll. Der zeitliche Horizont einer solchen Entscheidung wird oft unterschätzt.

Wir bevorzugen stattdessen deutlich flexiblere Anlagen wie Aktien oder Gold. Jetzt mag man einwenden: In Aktien kann man nicht wohnen. Das stimmt. Aber ein Eigenheim macht nur aus mentalen Gründen („Das ist mein (Zu)Haus“) Sinn. Aus finanziellen Erwägungen sind Mietwohnungen nach wie vor sinnvoller – wenn man das eingesparte Geld auch tatsächlich renditeträchtig anlegt. Wichtig zu wissen: Auf lange Sicht sind Renditen bei Aktien deutlich besser kalkulierbarer als bei Immobilien.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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