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Was macht die Lufthansa-Aktie?

Herrlich: „doppelzüngig“, „hanebüchen“, „zu zerstören“: Da sage noch mal jemand, die Finanzwelt sei dröge. (Fehlt nur noch ein „Hagel und Granaten! Seegurke!“, dann wäre der heutige Tag perfekt.) Die erst genannten Worte fand ich eben in einer entsprechenden Verlautbarung. Gleich mehr dazu.

Wie Sie sicher mitbekommen haben, geht der Streik bei der Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) – bis auf weiteres – weiter. Die Pilotengewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ (VC) hat beschlossen, auch am Freitag zu streiken. Und nicht nur das: Die VC meldete gestern, dass man auch am Samstag streiken wolle, und zwar wiederum von 0:01 Uhr bis 23:59 Uhr. Betroffen sollen am Samstag alle Langstreckenverbindungen sein, die innerhalb dieses Zeitraums aus Deutschland abfliegen sollen. Die Lufthansa appellierte an die VC, gemeinsam mit einer Schlichtung eine Lösung zu finden. Für Freitag soll ein Sonderflugplan gelten, bei dem immerhin 2.170 von 3.000 geplanten Flügen stattfinden können.

Lufthansa-Chart: finanztreff.de

Lufthansa-Chart: finanztreff.de

Wie geht es im Streit um die Vergütungen weiter?

Und was macht die Lufthansa-Aktie? Am ersten Streiktag blieb sie noch sehr gelassen. Doch am Donnerstag wurden einige Anleger(innen) wohl etwas zittrig, denn das Papier ging mit einem Minus von ca. 1,1% aus dem Xetra-Handel. Und wie geht es weiter? Wenn Sie mich fragen, dann möchte ich dazu den Vorsitzenden der Tarifpolitik bei der VC zitieren. Ich bin nicht in der Materie drin – was ich aber weiß, ist, dass diese Aussage nicht so klingt, als ob es eine schnelle einvernehmliche Lösung geben wird. Ich zitiere: „Es erscheint doppelzüngig, der VC vorzuwerfen, sie wolle den Tarifstreit nur eskalieren, wenn Lufthansa gleichzeitig eine hanebüchene Schadensersatzklage von über 60 Millionen Euro konstruiert, die darauf abzielt, die VC zu zerstören.“ Das klingt nach einer Kampfansage!

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Der Diener hatte uns trüben Palmschnaps eingeschenkt, dessen Wirkung in jeder Hinsicht verheerend war.“ – gelesen bei: Peter Scholl-Latour

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / dieboersenblogger.de

 


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