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Um 5: DAX muss die 10.600 aufgeben – Nächste Woche des Abwartens

Bis eine halbe Stunde vor Handelsstunde sah es so aus, als könnte der Deutsche Aktienindex auch dank eines wieder schwächeren Euro die Marke von 10.600 Punkten verteidigen. Aber als die US-Börsen nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage erst einmal den Rückwärtsgang einlegten, musste sich auch der DAX geschlagen geben. Zwar stellte die Marke als untere Begrenzung der immer enger gewordenen Handelsspanne nur einen kleinen Widerstand dar, dennoch könnte ihr Fallen in den kommenden Tagen weitere Kursverluste nach sich ziehen.

Da am Sonntag die Italiener zu einer Abstimmung über ihre Verfassung und damit über das Schicksal von Regierungschef Renzi aufgerufen sind, sollten sich potenzielle Käufer von europäischen Aktien vorerst weiter zurückhalten. Denn das Ergebnis des Referendums könnte nicht nur die nächste politische Krise im Land auslösen, sondern auch bis nach Brüssel und in die Europäische Union abstrahlen, sollten sich die Italiener faktisch für Neuwahlen und damit einen wohl europakritischeren Kurs entscheiden.

An der Wall Street herrscht nach dem etwas enttäuschend ausgefallenen „Black Friday“ heute ein wenig Katerstimmung. Außerdem signalisieren die Stimmungsindikatoren für den US-Markt nach der Rally eine Überhitzung des Marktes. So wäre es nicht verwunderlich, wenn die Kurse in New York erst einmal korrigieren, was dann in Frankfurt zu herberen Verlusten führen dürfte.

Der Ölpreis wird von der näher rückenden OPEC-Sitzung getrieben. 60 oder 40 US-Dollar – das Kartell hat es in der Hand, wo die Reise beim Ölpreis hingehen wird.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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