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Before the Bell: GfK-Konsumklima zeigt Stabilisierung, DAX haussiert, US-Futures fester

An den deutschen Aktienmärkten zeigen sich erneut kräftige Zugewinne. Auslöser sind überraschend positive Daten in Form des GfK-Konsumklimas. Nachdem bereits gestern die entsprechenden ZEWifo-Daten eine Verbesserung in der Wirtschaftsstimmung gezeigt haben, zeigt sich nun also auch beim Konsum eine Grundstimmung. Ob dieser Stimmungsumschwung mit dem Frühlingsausbruch in dieser Woche zu tun hat, darf man bezweifeln, dennoch ist ein positiver Rückkopplungseffekt auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Der DAX stabilisiert sich nun endlich über der 6.000er Marke, wenngleich wir ja auch schon letzten Freitag im Ausblick DAX geschrieben haben, dass es aus charttechnischer Sicht erst am Jahreshoch bei 6.094 Punkten wirklich interessant wird – warten wir gespannt, ob diese Marke diese Woche noch nachhaltig geknackt werden kann.

GfK-Konsumklima stabilisiert sich

Mit großer Freude wurde heute am Markt das aktuelle GfK-Konsumklima aufgenommen. Der entsprechende Gesamtindikator kann im April seinen Abwärtstrend – zumindest vorläufig – stoppen und verhaart nach 3,2 Zählern im März im April bei ebenfalls 3,2 Punkten. Dabei haben sich sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen verbessert. Lediglich die Anschaffungsneigung verzeichnet geringe Einbußen, was auf zuletzt steigende Benzinpreise zurückgeführt wird. Für die Zukunft bleibt die GfK in ihrer Pressemitteilung zurückhaltend optimistisch und verweist dabei auf die hohe Bedeutung des Arbeitsmarktes:

Ob sich das Konsumklima auch in den kommenden Monaten weiter stabilisieren wird, bleibt abzuwarten. Entscheidend wird die weitere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sein. Hier muss nach wie vor davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr höher sein wird als 2009. Folglich bleibt die GfK bei ihrer Prognose für den privaten Konsum in diesem Jahr, nachdem der Konsum keinen wesentlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten wird.

Griechenland-Krise bleibt weiter im Fokus

Ungeachtet der guten Stimmung an den Märkten bleibt die Griechenland-Krise auf politischer Ebene bestimmend. Die Bundeskanzlerin hat sich heute erneut gegen eine schnelle Hilfe für die Athener Regierung ausgesprochen und will auf dem EU-Gipfel mit anderen EU-Partnern und dem IWF eine langfristige Lösung herbeiführen. Dieses eingeschlagene Tempo könnte aber nicht schnell genug sein, denn gestern sorgte die Herabstufung Griechenlands für einen kurzen Schock (vgl. gestriger Schlussong). An dieser Stelle auch ein Hinweis auf die vermeintliche konzertierte Aktien von Spekulanten gegen Griechenland. Wie sich laut Zero Hedge gezeigt hat, ist die staatlich kontrollierte “Hellenic Post Bank” der größte Spekulant mit den griechischen Kreditversicherungen (Credit Default Swaps, CDS). Interessant ist auch wie man von Seiten der Politik gegen solche Spekulanten vorgehen will – per Geheimdienst. Dazu sei auf den Blicklog-Artikel: Schäuble mit Nachrichtendiensten gegen (staatliche?) CDS-Spekulation? hingewiesen.

US-Futures vor Erstanträgen fester

An der Wall Street wartet man gespannt auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Zudem richtet sich so langsam der Blick wieder auf die Quartalszahlen. So folgen heute nachbörslich u.a. die Bilanzvorlagen von SAP-Wettbewerber Oracle und von dem Beratungskonzern Accenture. Derweil notieren die US-Futures fester. Der S&P500 gewinnt 0,5 Prozent und der NASDAQ legt 0,4 Prozent zu. In Frankfurt notiert der DAX derweil bei 6.084 Punkte (+0,8 Prozent).


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