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Um 5: DAX kommt nicht vom Fleck – Ende der Tiefzinsphase naht

Die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen haben sich seit dem Sommer um die Hälfte erhöht, die deutscher Bundesanleihen sind von minus 0,14 auf plus 0,3 Prozent gestiegen. Die Märkte nehmen ein Ende der Tiefzinsphase durch die Notenbanken vorweg.

Die Federal Reserve ist grundlegend bereit, ihre Zinsen wenn nötig auch schnell anzuheben. Bei der Europäischen Zentralbank ist das nicht so ganz klar, da sie ihre Inflationsziele noch nicht erreicht hat. Es kann also jetzt zu einem noch stärker divergierenden geldpolitischen Kurs zwischen EZB und Fed kommen, in dem die Europäer mehr Zeit für die Normalisierung brauchen. Das ist das Szenario, das viele sehen, die jetzt auf die Parität des Euro zum Dollar setzen.

Die Aussicht auf einen schwächeren Euro ist aber nur begrenzt positiv für den Deutschen Aktienindex. Denn ein schwacher Euro bedeutet, dass die Wachstumsschwäche der Eurozone die EZB in die Zwangslage versetzt, die Zinsen tiefem Niveau behalten zu müssen. Vielleicht hofft Mario Draghi auch auf einen Absturz des Euro, denn damit könnte er über schnell steigende Importpreise das Inflationsziel dann am Ende doch schneller erreichen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


1 Kommentar zu Um 5: DAX kommt nicht vom Fleck – Ende der Tiefzinsphase naht

  1. Warum ist ein starker US-Dollar gut für den europäischen
    Export in die USA?
    Ach, die liebe eurooäische Autoindustrie und die Abhängigkeit
    vom amerikanischen Markt. Der starke Euro wird wahrschein-
    lich Arbeitsplätze vernichten. Kommt der Dollaranstieg
    den Exportteuren wie gerufen? Sicherlich ja, es zeichnete
    sich bereits seit einiger Zeit ab, dass die Autoindustrie
    Probleme beim Absatz in Amerika hat. Die Nachteile, durch
    die Stärke des US-Dollars werden teilweise durch fallende
    Ölpreise kompensiert. Die Frage stellt sich, was möchte
    der neue amerikanische Präsident Anfang Januar 2017?
    Wird der Euro 2017 einen neuen Höhenflug hinlegen?

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