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Um 5: DAX baut bei 10.800 eine Mauer – Der Blick geht nach Italien

Umso öfter ein Widerstand angelaufen und nicht gebrochen werden kann, desto mehr gräbt sich dessen Bedeutung ins Bewusstsein der Anleger ein. Die 10.800er Marke wird allmählich zu so einer unüberwindbaren Hürde für den Deutschen Aktienindex – zumindest ohne größere Korrektur und damit einen neuen Anlauf.

Es scheint, als hätten sich die Anleger schon für eine Jahresendrally positioniert. Damit fehlen aber genau diejenigen, die den DAX über die immer größer werdende Hürde 10.800 tragen. Im Gegenteil: der heutige Tag hat die Bären noch tiefer in ihre Komfortzone geschickt.

Zudem schauen jetzt die ersten Anleger schon verunsichert auf den Kalender. Die Zeit bis zum Italien-Referendum am 4. Dezember wird immer kürzer. Damit wird es mit jedem Tag auch weniger wahrscheinlich, dass der DAX überhaupt noch zu größeren Ausschlägen nach oben fähig ist. Niemand will am Ende der sein, der die rote Laterne für alle halten muss.

Am deutschen Aktienmarkt geht man nach der Trump-Party erst einmal wieder aus der politischen Schusslinie. Nur mit dem Unterschied, dass dieses Mal wohl niemand mehr irgendwelchen Umfragen glauben wird.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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