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Um 10: DAX tritt weiter auf der Stelle – US-Zinsen könnten schneller steigen

Mit jedem Tag, an dem der Deutsche Aktienindex den Sprung über die Marke von 10.800 Punkten nicht schafft, fühlen sich die Bären wohler. So richtig abwärts gehen will es aber mit einem Dow Jones weiter auf Rekordkurs im Rücken auch nicht. So können die Bullen weiter auf den endgültigen Ausbruch nach oben und eine Jahresendrally hoffen.

Die Anleger in den USA setzen derweil auf kommende Infrastrukturinvestitionen der Trump-Regierung und schichten von Anleihen auf Aktien um. Mit dem Blick auf die zukünftige Wirtschaftspolitik eines Donald Trump fangen die ersten Investoren aber nun an, ein Szenario schneller steigender Zinsen in den USA durchzurechnen.

Denn wenn die Politik der neuen US-Regierung zu Inflation führt, wird die Notenbank nicht mit nur einer Zinsanhebung pro Jahr wie bisher auskommen. Sie wird die Geldpolitik schneller straffen, was dann irgendwann zu einem Zielkonflikt zwischen der Geld- und Fiskalpolitik führen wird. Trump braucht tiefe Zinsen, während die Federal Reserve die Inflation mit höheren Zinsen bekämpfen muss. Wenn die Zinsen aber weiter steigen, sollte sich das auch irgendwann negativ am Aktienmarkt auswirken – spätestens dann, wenn die Vorfreude über die fiskalischen Stimuli Trumps verflogen ist.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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