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Warum (US-)Aktien alternativlos bleiben – auch mit einem US-Präsident Trump

In Europa und speziell in Deutschland fällt es auch 24 Stunden nach dem Wahlsieg von Donald Trump vielen Menschen schwer zu verstehen, wie die Amerikaner einen wie Trump wählen konnten. Das lag zu einem großen Teil an der einseitigen Berichterstattung und Kommentierung in der Politik über die Person Trump.

Um eines klar zu sagen: Wir sind kein Politikblog, dennoch soll an dieser Stelle einmal kurz auf diesen großen „Fauxpas“ eingegangen werden:

Wenn es ein Kandidat schafft, sich in den Vorwahlen gegen etablierte andere (Kandidaten) durchzusetzen, muss und sollte man zumindest einmal damit rechnen, dass er auch bei den Wählern im eigenen Land ankommt. Das wurde immer vernachlässigt. Sei es in den USA oder – und vor allem – bei uns hier in Deutschland. Was passierte stattdessen?

Es wurde immer auf Trumps plakative Sprüche eingegangen und drauf gedroschen. Damit haben die politischen Gegner, aber auch die Medien, genau das getan, was er provozieren wollte: Die Reihen (der Wähler) haben sich hinter Trump geschlossen. Und:

Wer nach der Brexit-Entscheidung tatsächlich noch an die Treffsicherheit von Wahlprognosen glaubt, sollte sich vielleicht spätestens jetzt von diesem Gedanken verabschieden…

Nicht anders ist auch die Unsicherheit im Vorfeld zu erklären. Es gab wenige, die sich aus dem Fenster lehnen wollten, mit Ausnahme einiger europäischer Politiker. Aber auch hier sollte man an den Brexit denken. Never say never.

Nun gilt es die Realität anzuerkennen. In einem gestrigen Kommentar zum nicht möglich geglaubten Trump-Sieg hieß es charmant: „Das größte Fuck you aller Zeiten.“ Amerika hat dieses gewollt, der Rest der Welt muss und hat sich damit nun zu Recht zu finden.

Ein Präsident Trump wird mit Sicherheit anders als der Kandidat Trump sprechen und handeln (müssen). Daher ist ein Weltuntergang kaum zu erwarten. Das betrifft vor allem die Wirtschaft. Trump wird den Teufel tun und die heimische Wirtschaft schädigen. Daher dürfte sich auch die Wall Street recht schnell auf die neue Situation einstellen. Das Sprichwort „Politische Börsen haben kurze Beine“ gilt wohl auch hier.

Der kurzfristige Kursrückgang sollte stattdessen zum Einstieg genutzt werden. In solchen unsichereren Marktphasen wird die Basis für langfristige Überrenditen gelegt. Man sollte jetzt auch nicht unbedingt auf Zementhersteller (Stichwort Mauerbau zu Mexiko) schauen. Das Thema dürfte weitaus kälter gekocht werden, als im Wahlkampf angedeutet.

Entscheidend für die US-Politik der nächsten Jahre ist die republikanische Mehrheit im Kongress. Und dort dürfte eher eine wirtschaftsfreundliche Politik verfolgt werden. Daher bleibt der US-Aktienmarkt auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil in einem ausgewogenen, langfristig orientierten Aktiendepot. Auch mit einem Trump im Weißen Haus.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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