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Trump oder davon geht (hoffentlich) die Welt nicht unter

Nun hat also Donald Trump die US-Wahlen gewonnen. Was habe ich seit heute früh viele Nachrichten bekommen, Tenor: Katastrophe, Weltuntergang, Börsencrash. Ich bin allerdings genau wie Konrad Adenauer der Ansicht, dass es besser ist, sich auf den Boden der nun einmal gegebenen Tatsachen zu stellen. Oder um es mit Zarah Leander zu sagen, siehe dieser Link.

Gold-Chart: finanztreff.de

Gold-Chart: finanztreff.de

Doch zur Sache, Brüder und Schwestern. An den Börsen selbst zeigt sich das erwartete Phänomen: Aktienkurse runter, Gold (als „sicherer Hafen“) rauf.

Da ich seit Längerem Gold-Bulle bin und bei Aktien gerne antizyklisch fundamental stark da stehende Titel mit günstiger Bewertung kaufe, finde ich die Reaktion der Finanzmärkte mehr Chance als Risiko. Zur Wahl selbst will ich gar nicht viele Worte verlieren, dazu können Sie derzeit „überall“ etwas lesen.

Ich möchte stattdessen auf einen Aspekt verweisen, der kaum beachtet wird: In den USA wurde zeitgleich zur Präsidentschaftswahl auch über diverse vorgeschlagene politische Maßnahmen auf Bundesstaatenebene abgestimmt. Insgesamt waren das 150 Maßnahmen, die zur Abstimmung standen. Übrigens ein meiner Ansicht nach durchaus gelungenes Beispiel für lokale (Bundesstaaten) Demokratie, auf konkrete Sachthemen bezogen.

Ein Thema fand ich besonders interessant: Die Freigabe von Cannabis in Kalifornien. Nicht dass ich an dieser Rohware in ihrer Nutzung als Droge interessiert wäre. Ich bin Nichtraucher, nehme noch nicht einmal Kokain (jaja, die Finanzbranche). Aber Cannabis lässt sich auch medizinisch anwenden. In speziellen Fällen von Epilepsie etc., und das sage nicht ich als Ihr Briefkastenonkel, sondern dazu gibt es diverse Studien und auch die FDA hat sich dazu geäußert.

Nun ist die Sache diese: Wenn Cannabis in Kalifornien legal wird – und es wurde dieser Maßnahme per Volksentscheid zugestimmt -, dann könnte dort ein Multi-Milliarden-Dollar-Markt entstehen. Eine Schätzung spricht von 6 Mrd. Dollar Volumen bis 2020. Und von dieser Entwicklung sollte es doch medizinische und wirtschaftliche Profiteure geben. Wenn beides zusammentrifft, ist das für mich ein mögliches schönes Investment, da sich dann mögliche Gewinne mit Verbesserung der Situation der betroffenen Kranken verbinden ließen. Und natürlich habe ich dazu heute Nacht (!) umgehend recherchiert. Einzeltitel möchte ich hier im kostenlosen Newsletter allerdings nicht empfehlen. Vielleicht ist das Thema aber für den einen oder die andere von Ihnen interessant als Anregung zur Recherche.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Berichte dem Reichen von des Armen Seufzer um Mitternacht, dass Achtlosigkeit ihn nicht auf den Pfad des Verderbens leite und er sich so den Baum wahren Reichtums verscherzt.“ -Baha’ullah (Stifter Bahai-Religion)

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / dieboersenblogger.de


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