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Tra-ri Tra-ra, die Post ist nicht da!

Ich bin immer daran interessiert, was sich auf dem Felde der Behavioral Finance/Economics tut, und bestelle daher regelmäßig neue Forschungsliteratur, oft aus den USA, die mir dann meist per DHL zugestellt wird. Gerade in letzter Zeit fällt mir jedoch auf, dass ich, obwohl ich daheim an meinem Schreibtisch saß, mehrfach schon einen Abholschein für einen Brief in meinem Postkasten vorfand, weil ich angeblich nicht zu Hause anzutreffen war. So auch gestern. Missmutig begab ich mich zum etwa zwei Kilometer entfernten Postamt, um einen DIN A4 großen Brief, gefüllt mit einem Taschenbuch, abzuholen.

Auf meine Frage, warum die Postbotin (seit ein paar Monaten ist eine neue Zustellerin für unser Wohngebiet zuständig) den Brief nicht in meinen Briefkasten gesteckt oder, wie bei ihrem Vorgänger üblich, beim Nachbar abgegeben hätte, bekam ich auf dem Postamt eine Antwort, die mir schlichtweg die Sprache verschlug. Die Zustellerin habe den Brief gar nicht erst auf ihre Tour mitgenommen, weil nicht alle Briefe in ihren Zustellwagen hineingepasst hätten. Mit anderen Worten: Ein Teil der Briefe ist einfach bei der DHL liegen geblieben und wurde auch nicht am kommenden Tag ausgetragen. Stattdessen muss die Zustellerin schon vorab diverse Abholscheine ausgefüllt haben, damit die Empfänger die Post selbst beim zuständigen Postamt abholen konnten.

Porto ja, Service nein

Eigentlich wollte ich jetzt nicht noch weitere Sunk Cost im Sinne zusätzlicher verlorener Zeit – auf dem Postamt muss man häufig auch noch 20 Minuten anstehen – auf mich nehmen und hätte die ganze Geschichte eigentlich auf sich beruhen lassen sollen. Aber ich war dann doch zu neugierig und rief bei der Beschwerdestelle der DHL an…

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GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.

Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

Bildquelle: Joachim Goldberg / Pressebild Deutsche Post AG


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