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Um 5: DAX stabilisiert sich etwas – Briten verzögern den Brexit

Donald Trump oder auch kein klarer und vom Gegner anerkannter Gewinner nach der US-Präsidentschaftswahl – beide Optionen sind aktuell nicht unwahrscheinlich. Für die Börse wäre sowohl das eine als auch das andere wohl eine Katastrophe. Die Investoren haben Angst vor dem Tag danach. Das Verhältnis zwischen der Chance, am kommenden Mittwoch durch steigende Kurse belohnt zu werden und dem Risiko, dass eines dieser beiden Szenarien eintritt, spricht gegen Neu-Engagements am Aktienmarkt. So bleibt die Tendenz erst einmal abwärts gerichtet – Unsicherheit und Angst regiert die Börse.

Die US-Notenbank hat sich politisch gestern weggeduckt. Sie wollte den gestrigen Sitzungstermin möglichst unauffällig über die Bühne bringen und das hat auch geklappt. Die Börsen schießen sich nun langsam auf den morgigen Freitag ein. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA werden die letzten vor den Wahlen und die vorletzten vor der nächsten Fed-Sitzung sein, zu der der Markt erwartet, dass es mit einer Wahrscheinlichkeit von 71,5 Prozent eine Zinsanhebung geben wird. Diese Wahrscheinlichkeit liegt seit Wochen jenseits von 60 Prozent. Das zeigt, dass die Märkte den nächsten Zinsschritt der Fed schon einkalkuliert haben.

Das britische Parlament wird nun doch noch über die Bedingungen der Brexit-Verhandlungen abstimmen. Das verzögert die Entscheidungen nur noch weiter. Das britische Pfund ist heute stärker. Technisch sieht das aber nicht nach einer Trendwende aus. Bei einem weiter schwachen Pfund könnte sich die Rekordjagd am britischen Aktienmarkt fortsetzen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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