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Um 10: DAX weiter unter Druck – Angst vor Donald Trump

Es sieht gerade sehr danach aus, als dass aus einer Jahresend-Rally eine Jahresend-Korrektur wird. Der fallende mexikanische Peso verrät, woher die Unruhe an den Märkten rührt. Der überraschende und oft entscheidende Oktobereffekt im US-Wahlkampf schlägt jetzt zu Gunsten Donald Trumps aus. Was vor zwei Wochen bereits als unmöglich galt, gerät jetzt wieder in Reichweite: Der Republikaner Trump könnte ins Weiße Haus einziehen.

Der amerikanische S&P 500 ist gestern unter das Tief aus dem September gefallen, was zunächst für weiteren Verkaufsdruck an der Wall Street sorgen könnte. Und sprach man beim Deutschen Aktienindex vor einigen Tagen noch über den Widerstand bei 10.800 Punkten, könnte nun wieder die andere Seite der Seitwärtsrange getestet werden. Die Börsen bleiben in diesen Tagen ein Spielball der Politik. Nur ein Sieg Hillary Clintons in einer Woche könnte noch den Startschuss für eine Jahresendrally legen.

Heute fällt der Fokus auch auf die US-Notenbank. Die Federal Reserve muss sich überlegen, ob sie mit konkreten Hinweisen auf einen Zinsschritt im Dezember noch mehr Öl ins Feuer der bereits unruhig gewordenen Börsen schütten will. Eher wahrscheinlich ist, dass sie sich bedeckt halten wird, um nicht in den Verdacht der politischen Einflussnahme zu geraten. Fallende Börsen vor dem Wahltag spielen Donald Trump in die Hände.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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