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Sensation im US-Wahlkampf? Hoffnung für Trump – Explodiert USD/MXN?

Eine neue Umfrage sieht Trump im wichtigen „Swing State“ Florida vor Hillary Clinton. Der Dollar kann gegenüber dem mexikanischen Peso kräftig zulegen. Kann Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl am 8. November doch noch gewinnen?

Eine am Mittwoch veröffentlichte Bloomberg-Umfrage nährt diese Hoffnung. Demnach hat Trump im möglicherweise wahlentscheidenden „Swing State“ Florida überraschend die Nase vorn vor seiner Mitbewerberin Hillary Clinton von den Demokraten.

Im US-Wahlsystem gilt das „Winner takes all“-Prinzip, bei dem der Gewinner eines Bundesstaats in der Regel alle Wahlmännerstimmen dieses Staates erhält. In vielen Staaten steht von vorneherein fest, dass entweder der demokratische oder der republikanische Kandidat die Wahl für sich entscheiden kann, da diese Staaten in den vergangenen Jahrzehnten immer für die gleiche Partei votiert haben. Wahlentscheidend sind deshalb vor allem die Staaten, in denen weder Republikaner noch Demokraten eine strukturelle Wählermehrheit haben. Diese Bundesstaaten werden auch als „Swing States“ bezeichnet.

Einer der wichtigsten „Swing States“ ist Florida. Trump hat so gut wie keine Chance, die Wahl insgesamt zu gewinnen, ohne diesen wichtigen Staat mit seinen 27 Wahlmännerstimmen für sich zu entscheiden.

Die Nachricht, dass Trump in Florida überraschend vor Clinton liegt, lässt seit Mittwoch den Dollar gegenüber dem mexikanischen Peso (USD/MXN) kräftig steigen. In den Wochen zuvor war das Währungspaar USD/MXN stark gesunken (schwächerer Dollar, stärkerer Peso), weil die Chancen Trumps auf einen Wahlsieg immer schlechter wurden.

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Quelle: Guidants

Warum reagiert das Währungspaar USD/MXN so sensibel auf Neuigkeiten aus dem Präsidentschaftswahlkampf? Trump hat wiederholt scharf kritisiert, dass US-Firmen ihre Produktion in den vergangenen Jahren im großen Stil ins Billiglohnland Mexiko verlagert haben. Der republikanische Präsidentschaftskandidat will US-Firmen zwingen, ihren Produktion wieder in die USA zu holen. So hat Trump hohe Einfuhrzölle für mexikanische Produkte gefordert. Mexiko ist aber inzwischen stark abhängig von Exporten ins reiche Nachbarland im Norden. In den USA sind die Importe aus Mexiko seit Beginn des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) im Jahr 1994 stark gestiegen, wie die folgende Grafik zeigt.

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Bei einem überraschenden Wahlsieg Trumps könnte das Währungspaar USD/MXN explodieren, der Dollar würde also gegenüber dem mexikanischen Peso stark aufwerten. Anleger sollten das Währungspaar im Auge behalten.

Autor: Oliver Baron, Finanzmarktanalyst bei GodmodeTrader.de.

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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