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Solarword: Das sieht nicht gut aus

Die sahen nicht gut aus: Die Solarworld AG (WKN: A1YCMM / ISIN: DE000A1YCMM2) hat vorläufige Zahlen für das 3. Quartal 2016 veröffentlicht. Wer weiß, was der Aktienkurs gemacht hätte, wenn das Unternehmen nicht bereits vorher gewarnt hätte, dass auch in diesem Jahr wieder rote Zahlen geschrieben werden.

Und so war es auch – zumindest im dritten Quartal: Da gab es vor Steuern und Zinsen ein Minus von 25 Mio. Euro (= Ebit). In den ersten drei Quartalen des Jahres zusammen lag das Ebit demnach bei -30 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2015 gab es ein Ebit von -6 Mio. Euro, und in den ersten neun Monaten 2015 waren es -18 Mio. Euro Ebit. Demnach ist Solarworld dem Ziel schwarzer Zahlen auf Ebit-Basis nicht näher gekommen. Im Gegenteil: Das Minus vergrößerte sich.

Solarworld-Chart: finanztreff.de

Solarworld-Chart: finanztreff.de

Solarworld: Sinkende Preise belasten

Am mangelnden Absatz liegt es nicht: In Megawatt gemessen gab es im dritten Quartal sogar einen Zuwachs um 5% auf 345 MW. In Euro gemessen bedeutete das: Umsatz von 204 Mio. Euro (zum Vergleich: 3. Quartal 212 Mio. Euro). Und dies zeigt, wo das Problem liegt: Die Preise für installierte Leistung sind deutlich gefallen. Und ganz offensichtlich kann Solarworld zu den aktuellen Preisen nicht profitabel produzieren. Ich bin gespannt auf weitere geschäftliche Details, wenn es am 14. November laut Plan bei Solarworld die vollständigen Quartalszahlen geben soll. Ich weise darauf hin, dass ich bei Solarworld investiert bin.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.“ – Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Solarworld


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