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Um 5: DAX prallt an der 10.800 ab – Noch aber brennt nichts an

Da hörte sich vor wenigen Tagen für die Börse doch wohl alles ein bisschen zu gut an und damit auch für den Deutschen Aktienindex. Der Ausbruch über die Marke von 10.800 Punkten war für viele nur eine Frage von Tagen. US-Zinswende eingepreist, Trump-Risiko zwei Wochen vor der Wahl ausgepreist, und die Kurse stiegen.

Aber so einfach ist es dann eben doch nicht. Bei 10.800 Punkten im DAX fanden sich keine Käufer mehr, die zwar ohne negative, aber eben auch ohne positive Impulse aus der Wirtschaft und den Unternehmen bei Aktien zugreifen wollten. Es war auch der Euro, der zuvor die Fantasie weckte. Aber dieser hat ebenfalls in den vergangenen Stunden wieder einigen Boden gegenüber dem US-Dollar gutgemacht.

Dennoch bleibt die technische Situation auch nach dem heutigen schwachen Tag bullisch. Nach einer Rally um fünf Prozent in zehn Tagen hat der DAX nun gut ein Drittel der Gewinne wieder eingebüßt. Das ist ganz normal und da brennt noch nichts an. Die DAX-Korrektur ist auch deshalb positiv zu werten, da sie sich in kurzer Zeit ereignet. Das ist typisch für einen Bullenmarkt. Langsame, stetige Anstiege werden durch schnelle, rasante Korrekturen unterbrochen, in dem der Markt bereinigt wird. Danach kann der Kurs wieder ansteigen. Wenn das saisonale Muster weiterhin passt, könnte es dieses Mal genau so kommen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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