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DAX dümpelt weiter. Apple, Deutsche Bank und ifo im Fokus

Nachdem Investoren zuletzt vor allem übergeordnete Makro-Themen wie die Geldpolitik der Notenbanken analysiert hatten, nimmt nun die Berichtssaison für das dritte Quartal 2016 an Fahrt auf. Im Fokus steht natürlich wieder einmal Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005). Dies ist ein Grund für Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

In der abgelaufenen Woche konnte der DAX® rund ein Prozent zulegen und entwickelte sich damit erneut besser als MDAX® und TecDAX® und schob sich wieder an die Obergrenze des längerfristigen Seitwärtstrends. Im Standardwerteindex stachen die Aktien von Deutsche Lufthansa (Prognoseerhöhung für das Gesamtjahr) und die beiden Bank Commerzbank und Deutsche Bank (potenzielle Investoren). Schlusslich auf Wochenbasis bildeten die Anteilsscheine von Deutsche Börse und Continental (gekappte Jahresprognose).

Bei den kam der 3D-Drucker-Konzern SLM Solutions zum Wochenschluss deutlich unter Druck nachdem der Hedgefonds-Investor Elliott die Übernahme durch General Electric möglicherweise blockiert. Nordex bekam etwas Gegenwind als bekannt wurde, dass der Bund möglicherweise den Ausbau der Windkraft im Norden drosseln will. Der Maschinenbauer GEA Group stieß die Anleger mit einer Gewinnwarnung rechelrecht vor den Kopf und bei Südzucker nahmen viele Investoren nach der Kursrallye in diesem Jahre Gewinne mit. Bilfinger profitierte derweil von einem großen Auftrag und Rational und SAF Holland von positiven Analystenkommentaren.

Nachdem die EZB auf ihrer jüngsten Sitzung weiter an der Niedrigzinspolitik festhält und sogar eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms in Aussicht stellte, sackten die Renditen der deutschen Anleihen wieder ab. Die „Rendite“ 10jähriger Bundesanleihe nähert sich wieder der Nulllinie! Der Rückgang der hiesigen Anleihenrenditen spiegelte sich auch am Euro/US-Dollar-Kurs wieder. Zum Wochenschluss sank der Wechselkurs unter das Julitief. Der Ölpreis pendelte sich derweil im Bereich von 51 Dollar pro Barrel Brent Crude ein.

In der kommenden Woche steht der ifo-Geschäftsklimanindex, die Zahlen zum US-BIP im dritten Quartal als auch zahlreiche Unternehmensmeldungen an. Besonders im Fokus stehen Apple, BASF, Deutsche Bank,Tesla und VW. Möglicherweise liefern sie die nötigen Impulse, um den DAX® aus den Seitwärtstrend zu treiben.

Unternehmen im Fokus

In der kommenden Woche kommt die Berichtssaison weiter in Fahrt. Bei den US-Titeln richtet sich der Fokus vor allem auf Amazon, Alphabet, Apple, Boeing, Caterpillar, ExxonMobil, General Motors, Merck & Co., Tesla und Twitter. In Deutschland melden unter anderem Airbus, BASF, Deutsche Börse, Deutsche Bank, MTU Aero Engines und VW Daten zum abgelaufenen Geschäftsquartal.
In der kommenden Woche wird einem Bericht auf Thomson Reuters zufolge eine Einscheidung des Bundesbezirksgericht San Francisco zum „Dieselgate“-Vergleich von VW und US-Autobesitzern fallen. Das dürfte die VW (Vz.) bewegen.

Wichtige Termine

24.10.: Deutschland – Markit Einkaufsmanagerindex Deutschland (Industrie, Service, Composite) für Oktober
24.10.: Europa – Markit Einkaufsmanagerindex Euro-Zone (Industrie, Service, Composite) für Oktober
25.10.: Deutschland – Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, Oktober
26.10.: Deutschland – Gfk-Konsumklimaindex Deutschland für November
27.10.: USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 22. Oktober
27.10.: USA – Auftragseingang Langlebige Güter
28.10.: USA – BIP Q3

Charttechnischer Ausblick: DAX®

Widerstandsmarken: 10.700/10.780/10.850 Punkte
Unterstützungsmarken: 10.480/10.550/10.600/10.670 Punkte

Der DAX® steuert wieder die Obergrenze des seit August gebildeten Seitwärtstrends an. Gelingt der Ausbruch über 10.780 Punkte besteht mittelfristig die Chance auf eine Erholung bis 11.380 Punkte. Bis dahin ist jedoch Vorsicht geboten. Scheitert der Index erneut, droht ein Konsolidierung bis 10.500 Punkte (50-Tage-EMA-Durchschnittslinie). Kurzfristige Unterstützung findet der Index zudem in der Region 10.550/10.600.

Hilfe zur Bestimmung des Chance-Risiko-Verhältnisses des Trades und zur Suche des individuell passenden Produkts bietet ihnen das CRV-Trading-Tool auf dem onemarkets tradingdesk.

Kommentator: Sebastian Bleser, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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