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Wochenrückblick KW44: Anlegersorgen vor Trump-Wahl, Commerzbank schafft Überraschung

In der vergangenen Handelswoche schienen Investoren am deutschen Aktienmarkt nur ein Thema zu kennen: Die US-Präsidentschaftswahlen. Da gingen der Oktober-Arbeitsmarktbericht und die jüngste Fed-Sitzung fast schon unter. Dabei haben die neuesten Umfragen Anlegern weltweit einen wahren Schrecken eingejagt.

Schließlich legen sie den Schluss nahe, dass Donald Trump kommende Woche doch noch gewinnen und zum US-Präsidenten gekürt werden könnte. Dabei schien Hillary Clinton als aktienmarktfreundliche Kandidatin bereits als Siegerin festzustehen. So kann man sich täuschen… Der „Brexit“ lässt grüßen.

Getäuscht hatten wir uns wohl auch in der Commerzbank. Nachdem zunächst die Deutsche Bank als Branchenführer hierzulande einen überraschenden Gewinn für das dritte Quartal 2016 einfahren konnte, hat die Commerzbank nun einen Verlust für die Zeit zwischen Juli und September präsentiert, der nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallen ist.

Das Minus lag bei 288 Mio. Euro, nach einem Gewinn in Höhe von 235 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach neun Monaten rettete das Institut einen Gewinn von 96 Mio. Euro. Trotzdem dürfte es noch lange dauern, bis die beiden Finanzhäuser ihre Probleme ausgeräumt haben und zu den Vorzeigeinstituten früherer Tage werden.

Deutschland

Die Zinsen sind niedrig, der heimische Immobilienmarkt boomt und die Immobilienbranche ist im Übernahme- und Konsolidierungsfieber. Kein Wunder, dass von diesen Trends Immobilienwerte wie der Marktführer Vonovia profitieren. Mehr dazu hier.
Kapitalerhöhungen sind immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bringen sie dem Unternehmen frisches Geld, mit dem neu investiert werden kann. Andererseits ärgert sich der Altaktionär, dessen Anteil am Unternehmen und auch am Gewinn verwässert wird, wenn die Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts durchgeführt wird. Genau so war dies gestern bei ProSiebenSat.1. Unsere Einschätzung dazu finden Sie hier.

Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der DAX musste Federn lassen

Nach einem kleinen Zwischenspurt ist der Nordex-Aktienkurs zuletzt wieder deutlich gefallen. Dabei rutschte das TecDAX-Papier auch unter die 200-Tage-Linie. Es bleibt abzuwarten, ob kleinere Erfolgsmeldungen für eine neue Erholungsrallye sorgen können. Mehr dazu hier.
Während sich der Gesamtmarkt am Mittwoch in keiner guten Verfassung präsentierte, konnte die MorphoSys-Aktie deutliche Kurszuwächse verbuchen und sich damit an die TecDAX-Spitze setzen. Grund war eine neue Allianz. Unsere Einschätzung dazu finden Sie hier.
Nach den jüngsten Streiks bei den Billigflugtöchtern ist es gut zu hören, dass die Lufthansa auch mit guten Nachrichten aufwarten kann. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Kranich-Airline weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld bewegt. Mehr dazu hier.

International

Nach Amazon, Netflix und Google/Alphabet hat nun auch Facebook als letztes der vier FANG-Unternehmen die Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2016 präsentiert. Ähnlich wie im Fall des Online-Händlers Amazon waren es nicht die jüngsten Zahlen, die Anleger enttäuscht hatten, sondern vielmehr der Ausblick. Mehr dazu hier.
Trotz eines insgesamt schwachen Gesamtmarktumfelds konnte die Andritz-Aktie am Freitag deutliche Kursgewinne verbuchen und sich damit zu einem der größten Gewinner am österreichischen Aktienmarkt aufschwingen. Unsere Einschätzung dazu finden Sie hier.
Mit einem Wachstum bei den Verkaufsmengen von 2,2 Prozent konnte der weltgrößte Schokoladen- und Kakaoproduzent Barry Callebaut im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 (Ende August) den Gesamtmarkt schlagen. Allerdings war dies kein großes Kunststück. Mehr dazu hier.
Mit einer Überraschung wartet der Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton bei der jüngsten Zahlenvorlage auf. Denn trotz eines Touristenschwunds im Heimatland haben die Franzosen, zu denen neben Louis Vuitton und Moët Hennessy auch Marken wie Bulgari, Dior und Hermès gehören, den Umsatz in den ersten neun Monaten 2016 kräftig gesteigert. Mehr dazu hier.
Auf die durchwachsenen Quartalszahlen reagierte die Apple‐Aktie mit Kursabschlägen. Doch der hohe Cashbestand ist ein beruhigendes Polster. Unsere Einschätzung dazu finden Sie hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

In Sachen Quartalszahlen richtet sich der Blick weiterhin auf die Berichtssaison zum dritten Quartal. In der kommenden Woche stehen u.a. Unternehmensdaten an von Dean Foods, Ferrari, Marriott, MorphoSys, Priceline, XING (Montag); Adecco, Aixtron, ArcelorMittal, Deutsche Post, Henkel, Johnson Controls, Valeant Pharma, SolarCity, Vestas (Dienstag); Alstom, Brenntag, E.ON, Freenet, HeidelbergCement, Mylan, OMV, voestalpine (Mittwoch); AstraZeneca , BayWa, Bilfinger, CANCOM, Continental, Drillisch, Dürr, Evotec, Hannover Rück, Nordex, Salzgitter, NVIDIA, Walt Disney (Donnerstag); Allianz, Bechtle, Borussia Dortmund, J. C. Penney, RWE (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Montag
08:00 DE Auftragseingang Industrie (September)
10:30 EU sentix-Konjunkturindex (November)
11:00 EU Einzelhandelsumsatz (September)
16:00 US Labor Market Condition Index (Oktober)
21:00 US Konsumentenkredite (September)

Dienstag
08:00 DE Nettoproduktion (September)
xx:xx US Präsidentschaftswahl 2016

Mittwoch
11:00 EU Herbstprognose der EU-Kommission

Donnerstag
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)

Freitag
08:00 DE Verbraucherpreise (Oktober))
16:00 US Konsumklima Uni Michigan (November)

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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