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Die Angst vor Strafzinsen und die fehlende Handlungsänderung

Egal welche Publikationen, Umfragen oder Studien man dieser Tage anschaut: Das Thema „Strafzinsen“ wird hoch und runter diskutiert. Viele Anleger sind verunsichert. Aber es zeigt sich auch: Eine Verhaltensänderung (weg von verzinslichen Anlagen) erfolgt nur sehr zögerlich. Leider. Wir versuchen ein bisschen Ursachen-Forschung zu betreiben.

Eine dieser Umfrage ist etwa das Anlage-Barometer der Deutsche Börse Commodities. Demnach befürchten vier von zehn Deutschen in Zukunft bei ihrer Bank zahlen zu müssen. Dabei schätzen drei Viertel der Deutschen im aktuellen Umfeld historisch niedriger Zinsen und schwankender Märkte die Lage an den Finanzmärkten als unsicher ein.

Nun könnte man meinen, dass die Schlussfolgerung „ich lege meine Geld in Sachwerten an“ die Folge solcher Umfrageergebnisse ist. Aber die Daten sind eher ernüchternd:

Der Unterschied zwischen dem Wollen und dem Tun

Laut Anlage-Barometer würden die Deutschen frei verfügbares Kapital in Immobilien, Tages- oder Festgeldkonten und Sparbücher sowie Gold investieren. Immerhin, gegenüber der ersten Auflage des Anlage-Barometers im Februar 2016 ist die Zahl derer, die frei verfügbares Kapital in Sparanlagen investieren wollen, um neun Prozent auf 37 Prozent gesunken. Gleichzeitig wollen mehr Deutsche in Gold anlegen. Aktuell geben dies 36 Prozent der Befragten an, während es im Februar 33 Prozent waren.

Nur gegenüber dem „wollen“ einerseits und tatsächlich „tun“ andererseits besteht ein Unterschied. Von daher sollte man nicht gleich euphorisch werden. Zumal Aktien in dieser Aufstellung überhaupt nicht vorkommen.

Was tatsächlich passiert ist, dass Anleger Gold-Produkte wie Xetra-Gold kaufen: Laut Deutscher Börse ist der Bestand des mit physischem Gold hinterlegten Wertpapiers erstmals auf über 115 Tonnen angestiegen. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 90 Prozent seit Jahresbeginn.

So sinnvoll Gold als Beimischung ist: Als Renditebringer dient es leider nicht. Dazu benötigt man Aktien. Deren langfristige Sinnhaftigkeit haben wir an dieser Stelle schon oft erwähnt. Da man es aber nicht oft genug tun kann, hier wieder einmal der Tipp:

Schauen Sie sich das Renditedreieck des DAX an. Langfristige Anlagen mit Aktien rentieren sich – mehr als alles andere in der Regel. Und selbst in turbulenten Börsenzeiten finden sich immer wieder langfristig rentable Aktien, bei denen sich die Frage nach dem „ob“ ich sie kaufe nicht stellt, sondern nur das „wieviel“.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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