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Um 10: DAX entscheidet sich für Rot – China zurück im Fokus

Was nicht weiter steigen will, muss erst einmal fallen. So könnte man das beschreiben, was heute am deutschen Aktienmarkt passiert. Die Bullen haben die Geduld verloren und schreiben einen Ausbruch des DAX über die Widerstandszone bei 10.700 Punkten zunächst ab.

Für den entscheidenden Schub nach oben fehlt es dem Markt derzeit an Kraft. Vor allem deshalb, weil jetzt auch die Kurse an der Wall Street unter Druck geraten. Ohne die US-Börsen aber kann und wird der Ausbruch im DAX nicht gelingen. Jetzt muss der Markt wohl erst einmal die Frage beantworten, ob die untere Zone der Handelsspanne der vergangenen Monate noch einmal hält. Die Risikoaversion der Anleger hat wieder spürbar zugenommen.

Gründe dafür sind einerseits schwache Daten aus China. Enttäuschende Exporte bringen die Sorgen um eine Abwertung der chinesischen Währung wieder zurück ins Blickfeld der Anleger. Das Reich der Mitte ist damit auch noch weit entfernt von einer Normalisierung der Geldpolitik. Die Notenbank wird die Geldschleusen weiter offen lassen. Die US-Notenbank hingegen scheint sich zwar in ihrem Gremium nicht ganz einig, wann der nächste Zinsschritt nach oben kommt, aber er wird kommen, so viel scheint nach den jüngsten Sitzungsprotokollen sicher.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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