Before the Bell: DAX hat Ehrfurcht vor der 6.000er Marke, US-Futures vor Konjunkturdaten schwächer

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An den deutschen Aktienmärkten herrscht erneut Zurückhaltung vor. Die Ehrfurcht im DAX vor der 6.000er Marke scheint doch größer zu sein, als gedacht. Allerdings bremst hier auch die anhaltende Zurückhaltung an der Wall Street. Ohne nennenswerte Impulse von dort wird auch der Kursaufschwung hierzulande nicht nachhaltig sein können. Die heute vorgelegten Geschäftszahlen vieler Konzerne zeigt dabei auch die Wiedersprüchlichkeit der aktuellen Lage. Während bspw. BMW und VW trotz rückläufiger Zahlen durchaus überzeugen konnte, gelang dies K+S angesichts ebenfalls schwächerer Zahlen eindeutig nicht.

GEA zeigt wies geht

Ein absolutes Highlight war heute die Bilanz des MDAX-Titels GEA Group, denn der Maschinenbauer hat trotz Krise das Geschäftsjahr 2009 mit einem soliden Ergebnis beendet. Zudem sanken Auftragseingang und Umsatz deutlich weniger als im Branchendurchschnitt. Das Ergebnis je Aktie konnte sogar um 61 Prozent auf 0,87 Euro gesteigert werden. Und auch für die Zukunft sieht man sich bei GEA nach dem gelungenen Konzernumbau laut Pressemitteilung gut gerüstet:

Für 2010 geht die GEA von einem moderaten Anstieg des Auftragseingangs, einer entsprechenden Stabilisierung des Umsatzes und damit von einem Margenniveau zumindest auf Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009 aus. Voraussichtlich wird es jedoch zwei bis drei Jahre dauern, bis die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in allen Segmenten und damit im Konzern überwunden sind. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die für GEA wichtigen Absatzländer ihre erheblich gestiegene Verschuldung in den Griff bekommen werden, ohne durch damit eventuell verbundene Ausgabenkürzungen das weltweite Konjunkturklima wieder abkühlen zu lassen. Über die Konjunkturzyklen hinweg soll aber unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen zur Komplexitätsreduzierung eine nachhaltige EBIT-Marge von 12 Prozent erreicht werden.

Wie man sieht, ist hier noch einiges zu erwartet. Auch für die Aktionäre. Mit einer Dividende von 30 Cent gibt es zwar nur eine unterdurchschnittliche Dividendenrendite von knapp 2 Prozent, aber die Kursverdopplung in den vergangenen 12 Monaten dürfte sich nach den guten Zahlen heute, entspannt fortsetzen. Aktuell legt die GEA-Aktie mehr als 7 Prozent zu.

US-Futures vor Konjunkturdaten schwächer

An der Wall Street schaut man gespannt auf die Konjunkurdaten. Hier stehen heute die amerikanische Handelsbilanz im Januar und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Zudem stehen auch wieder einige Quartalszahlen v.a. aus der zweiten und dritten Reihe auf der Agenda. Die US-Futures tendieren derweil etwas schwächer. Der S&P500 verliert 0,3 Prozent und der NASDAQ büßt 0,2 Prozent ein. Der DAX in Frankfurt kann wiederum bei 5.934 Punkten fast unverändert notieren.


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