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Deutsche Börse: Alles ist im Fluss

Die geplante Fusion der Deutschen Börse (WKN: A2AA25 / ISIN: DE000A2AA253) mit der Londoner Börse (London Stock Exchange = LSE) ist nach dem „Brexit“-Votum der Briten gefühlt etwas problematischer geworden.

Denn der vor dem Votum geplante Sitz London ist schwer vorstellbar geworden – die größte Börse der Europäischen Union, mit rechtlichem Sitz außerhalb des Unionsgebietes? Entsprechende Unklarheit bestand zuletzt über den Erfolg der Fusion bzw. über den letztlichen Sitz des fusionierten Unternehmens (so es denn zum Zusammenschluss kommt).

Nun gibt es eine Neuigkeit dazu: Denn die Europäische Kommission scheint offensichtlich ebenfalls Bedenken zu haben. Jedenfalls wurde die Einleitung der zweiten Phase eines entsprechenden Prüfungsverfahrens bekanntgegeben. Die Londoner Börse (London Stock Exchange Group plc) soll laut der Deutschen Börse AG „proaktiv“ prüfen, ob möglicherweise bestimmte Geschäftsbereiche verkauft werden sollen, um fusionskontrollrechtliche Bedenken von Seiten der Europäischen Kommission zerstreuen zu können.

Soll im Klartext wohl heißen: Man verkauft lieber einen Teil, damit es keinen Ärger mit den Aufsichtsbehörden gibt. Hier ist das derzeitige Fazit: Pantha rei – alles ist im Fluss!

Und dann noch das Zitat zum Tag:

„Allmählich wurde mir offenbar, dass die Linie, die Gut und Böse trennt, nicht zwischen Staaten, nicht zwischen Klassen und nicht zwischen Parteien verläuft, sondern quer durch jedes Menschenherz“ – Alexander Solschenizyn

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Deutsche Börse


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