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BMW und die Qualität der August-Zahlen

Auch an den Börsen geht es darum, wie Dinge wahrgenommen werden. Ist das Glas halb voll – oder halb leer? Aktuelles Beispiel: Die Absatzzahlen von BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) im August.

BMW-Chart: finanztreff.de

BMW-Chart: finanztreff.de

Da gibt es zwei Möglichkeiten, diese wahrzunehmen. Zum einen war dies ein neuer Rekord: Im August hat BMW den eigenen Angaben zufolge 165.431 Fahrzeuge ausgeliefert. Das war nicht nur ein Plus von 5,7%, sondern auch der beste August-Wert der gesamten Firmengeschichte. Die Zahlen können sich sehen lassen – bis auf die Region Nordamerika.

In Europa lag der gemeinsame Absatz von BMW und Mini demnach bei 62.653 Fahrzeugen, was einem Plus gegenüber dem Vorjahresmonat von 6,3% entsprach. Und nun die negative Wahrnehmung, die offensichtlich einige hatten: 6,3% Plus in Europa – das ist deutlich weniger als der Zuwachs von 10,1%, den diese Region für den Zeitraum Januar bis August hatte. Also hat die Wachstumsdynamik abgenommen.

Und in Nordamerika ging der Absatz von BMW und Mini Fahrzeugen in den ersten 8 Monaten des Jahres um 7,0% auf 298.821 Fahrzeuge zurück. Grund dafür war laut BMW in erster Linie der „wettbewerbsintensive US-Markt“. Insgesamt aber durchaus beachtliche Zahlen von BMW. Ich weise darauf hin, dass ich bei BMW investiert bin.

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto BMW AG


1 Kommentar zu BMW und die Qualität der August-Zahlen

  1. Viele große Automarken müssen sich heute die Frage stellen,
    wie ein Abkühlen der Nachfrage verkraftet wird.
    Die gesamte Autoindustrie ist leider immer zyklisch ge-
    wesen, das heißt nach guten Jahren kamen immer wieder
    Zeiträume, wo die Nachfrage und der Absatz eingebrochen
    sind. Die Fehler der Vergangenheit, als es immer wieder
    versäumt wurde, für Krisenjahre Vorsorge zu treffen
    scheinen vorbei. Heute können viele gute Autofirmen
    Krisenjahre durch Kurzarbeit und sonstige Hilfen gut
    überbrücken. Hier ist gerade BMW sehr gut gerüstet. Die
    Kapitaltochter von BMW steht sicherlich für die Krise
    bereit. Natürlich können auch Programme helfen, die den
    Absatz ankurbeln? Vieles in Europa wurde nicht so weiter-
    gebracht wie in anderen Kontinenten. Bei der Hybrid-
    Technik Diesel-Antrieb in Verbindung mit Batterien. Hier
    scheint gerade die japanische Autoindustrie führend.
    Der zur Zeit wieder preisgünstige Treibstoff lässt
    wieder viele neue Entwicklungen in den Schubladen
    verschwinden. Die Wasserstofftechnik in Batterien
    scheint schon fast vergessen. Nur, hier wird die
    Zukunft liegen. Tagsüber wird der Wagen über Solarmodule
    auf dem Dach aus Wasser Wasserstoff und Sauerstoff ge-
    winnen, welches später beim Fahren zum Antrieb verwandt
    wird. Das Problem der sicheren Lagerung von Wasserstoff
    ist doch bereits in U-Booten gut gelöst, hier wird
    unter anderem Calciumchlorid zur sicheren Lagerung
    verwandt? Selbst die geeigneten Druckbehälter und
    Druckminderer bei der Abgabe des Wasserstoffes sind
    heute bereits entwickelt. Vieles stammt hier aus dem
    Bau von Raketen?
    Wahrscheinlich ist diese Technik zur Zeit zu
    günstig, um weiter ins Auge gefasst zu werden. Nur, die
    Zukunft darf auch von der Autoindustrie nicht verschlafen
    werden. Nur auf Accus zu setzen, die leider noch nicht
    für weite Strecken geeignet sind, scheint nicht der
    richtige Weg. Sicherlich beim Verbrauch haben alle Marken
    schon gezaubert, doch die Emissionswerte für die Atmos-
    phäre scheinen noch zu hoch. Die Zukunft wird wahrschein-
    lich im Miteinander der Autoindustrie liegen.

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