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Um 10: DAX im Takt der Notenbanken – Japan mit Zeichen von Hilflosigkeit

Heute ist Notenbanktag an der Börse. Die Bank of Japan hat vorgelegt. Sie lieferte auf den ersten Blick genau, dass was der Markt hören wollte. Der Negativzins von 0,1 Prozent bleibt zwar bestehen, aber die japanischen Geldpolitiker wollen ihr Augenmerk nun verstärkt auf eine steilere Zinskurve legen. Die kurzfristigen Zinsen sollen runter, die Zinsen am langen Ende um die Nullmarke stabilisiert werden. Das beflügelte vor allem die Banken, die davon am meisten profitieren würden.

Grundsätzlich aber bleibt die Frage offen, ob ein solches „Stühlerücken“ wirklich die strukturellen Probleme des Landes lösen kann. Die Aktionen ähneln eher einer Kabinenneuverteilung auf einem sinkenden Schiff und stellen ein Zeichen von Hilflosigkeit dar.

Mit dem Vorhaben, die Zinskurve zu beeinflussen, steigt nun auch der Druck auf die Europäische Zentralbank, ähnliche Ziele zu verfolgen, um die europäischen Banken ebenfalls zu stützen. Ein schwächerer Euro sorgt zugleich für einen kurzzeitigen Sprung des Deutschen Aktienindex über 10.500 Punkte.

Sollte die japanische Euphorie verflogen sein, wird sich die Börse auf das nächste Highlight heute Abend konzentrieren und auf die US-Notenbank schauen, die heute über die Fortsetzung in Sachen Zinswende entscheidet. Und hier geht es im Gegensatz zu Japan in die andere Richtung. Wenn auch nicht davon auszugehen ist, dass die Fed heute schon die Zinsen erhöht, der Ton macht hier die Musik und wird über den restlichen Wochenverlauf an der Börse entscheiden.

Ein Beitrag von Konstantin Oldenburger, CMC Markets, Frankfurt.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger


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