Um 10: DAX klammert sich an die 10.400 – Ölmarkt sendet schwache Konjunktursignale

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Der Deutsche Aktienindex hat sich am unteren Rand der Handelsspanne der vergangenen Wochen festgefahren. Da aber gerade lauert das Risiko, dass die Kurse in den kommenden Tagen weiter abrutschen, sollte dieses Niveau nicht verteidigt werden können. Und positive Impulse sind im Moment Fehlanzeige. Lediglich ein Ausbleiben einer Zinserhöhung in den USA in der kommenden Woche könnte zu wenig sein.

Denn an der Börse wird der Beitrag, den die aktuelle Geldpolitik dazu leisten kann, das schwache Weltwirtschaftswachstum zu beschleunigen, als immer geringer eingeschätzt. Hier sehen die Erkenntnisse leider ernüchternd aus. Sowohl die IEA als auch die OPEC schreiben ihre optimistischen Prognosen für den Ölmarkt in den Wind. Die OPEC sieht ein höheres Angebot, während die IEA einen spürbaren Rückgang der weltweiten Nachfrage gemessen haben will.

Der Ölmarkt bewegt sich damit weiter weg von einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage – eine Bestätigung, dass die Fundamentaldaten noch lange nicht als stabil zu bezeichnen sind. Das hohe Angebot lastet auf den Ölpreisnotierungen. Der übermäßige Fokus auf die nächsten Schritte der Federal Reserve darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die gesamtwirtschaftliche Lage den übergeordneten Trend an den Aktienmärkten definiert. Und da sieht es eher verhalten aus.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger


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