MPC Capital mit frischem Geld für Immobilien- und Infrastruktur-Investments

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG (WKN: A1TNWJ / ISIN: DE000A1TNWJ4) ist ein Asset-Manager und hat im früheren Leben Kapitalanlagen in geschlossenen Fonds verkauft – und damit bei den privaten Investoren nicht nur Freude verbreitet. Immer mal wieder poppen noch gerichtliche Altlasten hoch, weil viele dieser Fonds aus den Bereichen Immobilien und Schifffahrt in der großen Finanzkrise in Schieflage gerieten. MPC notierte zu ihren besten Zeiten mal mit knapp €350 und stürzte im Zuge der Finanzkrise und sich daran anschließender regulatorischer Drangsalierungswut seitens der Regierung total ab; es drohte die Pleite. Der Kurs implodierte auf €1 und im Jahr 2013 war man fast am Ende. Fast. Es folgten Kapitalschnitt und Rekapitalisierung und nun läuft die Wiederauferstehung.

Inzwischen ist man unternehmerisch anders unterwegs und zwar als Initiator/Projektierer von Investments für institutionelle Anleger, denen man passgenaue Sachwertanlagen vermittelt mit Schwerpunkt Schifffahrt, Immobilien und Infrastruktur.

Wachstum auch über Kapitalerhöhungen

Operativ fährt man wieder in solideren Gewässern, 2016 soll der Umsatz um mindestens 10% steigen, nachdem er 2015 um 38% in die Höhe geschnellt war. Die AUM (Assets und Management) sollen mittelfristig von €5 Mrd. auf €10 Mrd. ausgebaut werden. Und dabei will man selbst mit Co-Investments einsteigen und die nötigen Eigenmittel hierzu wurden durch eine Kapitalerhöhung im März eingeworben. Satte €12 Mio. flossen MPC an frischem Geld zu und die Eigenkapitalquote erreicht inzwischen sehr solide 42%. 2017 sollen das Ergebnis je Aktie (EPS) auf €0,60 steigen und gelingt die AUM-Ausweitung auf €10 Mrd., dürften 2017 vielleicht sogar €0,80 hängen bleiben, denn der Gewinn dürfte dank verbesserter Margen und positiver Skaleneffekte überproportional steigen.

Und bei Präsentation der Halbjahreszahlen bestätigte MPC Capital nicht nur die eigene Jahresprognose, sondern kündigte auch an, über eine weitere Kapitalerhöhung nachzudenken, um die Bereiche Real Estate und Infrastructure weiter ausbauen zu können. Der üblicherweise auf die Ankündigung einer Kapitalerhöhung erfolgende Kursdämpfer fand nicht statt, was zeigt, dass MPC Capital am Kapitalmarkt wieder als ernsthaftes und interessantes Investment wahrgenommen wird.

Und gestern erfolgte dann bereits die Umsetzung der Kapitalerhöhung. In einem sog. Pre-Placement wurden institutionellen Anlegern Aktien zum Preis von €6 angeboten, bevor dann die bisherigen Aktionäre über Bezugsrechte ebenfalls die Möglichkeit erhalten, junge Aktien zu zeichnen.

Das Pre-Placement der Kapitalerhöhung wurde innerhalb kürzester Zeit erfolgreich abgeschlossen und insgesamt 3.560.229 neue Aktien bei ausgewählten institutionellen Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika platziert. Das Buch war zum Platzierungspreis von €6 deutlich überzeichnet. Das Pre-Placement stellt den ersten Teil der gestern bekanntgegebenen Kapitalerhöhung von bis zu 6.085.583 neuen Aktien dar. Aktionäre der MPC Capital AG werden im Rahmen der Bezugsfrist, die voraussichtlich am 14.09.2016 startet und voraussichtlich bis einschließlich 27.09.2016 laufen wird, neue Aktien im Verhältnis 4 zu 1 zum Bezugspreis von €6 je neuer Aktie beziehen können. Sämtliche junge Aktien werden ab dem 1. Januar 2016 gewinnberechtigt sein. Auf Basis dieses Bezugspreises und unter der Annahme, dass sämtliche 6.085.583 neuen Aktien im Rahmen des Angebots platziert werden können, würde MPC Capital aus dieser Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von rund €36,5 Mio. erzielen.

Neue Asset-Deals voraus

Und MPC Capital hat viel vor mit dem frisch eingeworbenen Geld…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter.

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Bildquellen: Michael C. Kissig / dieboersenblogger.de


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