Das müssen Privatanleger für die nächsten Börsenmonate wissen

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Börsenmonat September ist rein statistisch gesehen ein furchtbarer Börsenmonat. Laut der Historie – mit Hilfe der Daten seit quasi DAX-Start – erwarten wir den schlechtesten Handelsmonat im Jahr überhaupt. Und zwar so richtig rot. Im Schnitt verlor der DAX bisher im September 1,87 Prozent. Aber es gibt auch Gründe, warum es dieses Mal ganz anders kommen könnte.

Marcel de Gavarelli, Investment Manager der Laureus AG Privat Finanz, hat dazu vier wichtige Punkte identifiziert, auf die wir kurz eingehen wollen. Für Privatanleger könnten diese vier Faktoren in den nächsten Monaten tatsächlich essentiell für den Börsenerfolg sein.

1. Referenden und ihre Folgen

Nach dem Brexit ist vor dem Ixit, also der EU-Austritt Italiens? Ganz so schlimm wird es nicht kommen. Zwar stimmen die Italiener im Oktober in einem Referendum über die Verfassungsreform ab. Nennenswerte Folgen für die EU werden daraus nicht entspringen. Die Abstimmung dürfte lediglich als Stimmungstest über die Arbeit von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi dienen. Zum Brexit werden dagegen endlich handfeste Informationen erwartet. Noch ist weder ein Austrittsgesuch formal gestellt, oder es besteht ein Fahrplan dafür.

2. Das Leiden der Banken

Die europäischen Banken stehen seit geraumer Zeit unter Druck. Stichwort Verschuldung. Während in Italien bereits ein faustdicke Bankenkrise am Werk ist, lodert im Rest Europas lediglich das Feuer. Doch der Staat dürfte auch dieses mal wieder als Retter in der Not parat stehen – wenn es hart auf hart kommt.

3. Die US-Wahlen

Im November wird in den USA gewählt. Der Ausgang ist nach wie vor offen. Hillary Clinton oder Donald Trump? Die Frage stellen sich nicht nur die wahlberechtigen Amerikaner, sondern die ganze Welt. Doch am Ende werden die Börsen mit dem Wahlsieger klarkommen (müssen). Wie so oft wird dabei jedoch im Vorfeld maßlos übertrieben.

4. Die Konjunktur

Dank der expansiven Geldpolitik in den USA und Europa spielen Konjunktursorgen derzeit keine Rolle. Selbst China ist aus dem Problemfokus verschwunden. In dieser Hinsicht sind also keine Störfeuer zu erwarten.

Fazit:

Dem Fazit von Marcel de Gavarelli können wir uns nur anschließen: „Auf Anleger kommt in den nächsten Monaten einiges zu. Die Folgen des Brexits und die Entwicklung bei Europas Banken – insbesondere Italien – bieten den meisten Zündstoff. Anleger sollten sich deshalb breit diversifiziert aufstellen, laufende Renditen im Rentensegment sichern, Aktien beimischen und nach alternativen Renditequellen Ausschau halten. Eventuelle Rückschlage bieten gleichzeitig aber Kaufgelegenheiten. Wer sich gut positioniert, braucht dann auch die Herbstmonate einschließlich September nicht fürchten, sondern kann entspannt die „goldene“ Jahreszeit genießen.“

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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