Um 5: DAX nähert sich dem Jahreshoch – Die EZB hat es in der Hand

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Die letzten Meter sind die schwersten. Stück für Stück kommt der Deutsche Aktienindex seinem Mitte August erreichten Jahreshoch bei knapp über 10.800 Punkten näher. Die Grundstimmung am Markt bleibt positiv, aber auch von Zurückhaltung geprägt.

Für den Befreiungsschlag und Ausbruch über diese Marke könnte morgen die Europäische Zentralbank sorgen. Die Erwartungen an das Treffen sind hoch. Damit ist aber auch der Raum für Enttäuschungen entsprechend groß. Eine bloße Verlängerung des Anleihekaufprogramms um ein halbes Jahr könnte am Ende zu wenig sein.

Denn in den vergangenen Monaten hat auch ein Umdenken der Investoren stattgefunden. Die Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft hat die Sehnsucht nach noch mehr billigem Geld abgelöst. Nach den schwachen US-Daten der vergangenen Tage lösen nun Konjunktursorgen die vorher aufgekommenen Ängste vor steigenden Zinsen ab. Vielen Anlegern wäre eine kleine Zinserhöhung in den USA als optimistisches Signal in die Zukunft lieber gewesen.

Sollte der DAX vielleicht im Fahrwasser eines fallenden Euro dennoch morgen die 10.800er Marke überwinden, würde der Weg in Richtung 11.000 frei und könnte schnell gegangen werden. Viel Liquidität ist noch an der Seitenlinie geparkt und sollte in diesem Fall für eine Beschleunigung der Rally sorgen. Damit wäre dann auch der urlaubsbedingt unter geringen Umsätzen erfolgte Ausbruch über die Marke von 10.500 Punkten im Sommer bestätigt.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger


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