Hugo Boss dürfte bald auf den Wachstumspfad zurückkehren

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Angesichts der drastischen Abkühlung der Weltwirtschaft hat sich der Modekonzern Hugo Boss im vergangenen Jahr wacker geschlagen. Der Umsatz des schwäbischen Traditionsunternehmens sank 2009 lediglich um sieben Prozent auf 1,562 Milliarden Euro. Ebenfalls erfreulich: Die operative Ergebnismarge konnte Hugo Boss auf dem Vorjahresniveau von 17 Prozent halten. Zurückzuführen ist dies auf frühzeitig eingeleitete Struktur- und Effizienz-Optimierungsmaßnahmen. Wesentlich bedeutsamer als diese Zahlen sind jedoch die guten Aussichten des MDAX-Konzerns.

Expansions-Schwerpunkte: China und USA

Hugo Boss-Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs erklärte Mitte Februar in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung, dass er eine Zunahme der Bestellungen im zweiten Halbjahr 2010 erwartet. Außerdem verriet er, dass weltweit 50 bis 60 neue Hugo Boss-Filialen eröffnet werden sollen – die meisten davon in China und in Amerika. Des Weiteren sollen Lahrs zufolge wieder Mitarbeiter eingestellt werden, nachdem 2009 bei Hugo Boss fast 500 Arbeitsplätze abgebaut wurden.

Permira hält 88 Prozent der Stammaktien

Neben dem optimistischen Ausblick des Vorstandsvorsitzenden sind aus Anlegersicht auch die Absichten des Großaktionärs Permira von großer Bedeutung. Der Finanzinvestor hält 88 Prozent der Stammaktien und 55 Prozent der Vorzüge von Hugo Boss und könnte seine Beteiligung langfristig eventuell verkaufen, wenngleich entsprechende Pläne im Februar vom Deutschland-Chef von Permira dementiert wurden.

Entweder die Stammaktie kaufen …

Vermutlich wird Lahrs seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bei der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz am 12. April 2010 konkretisieren. Dies könnte den Kurs der Hugo Boss-Vorzugsaktie (WKN 524 553) leicht nach oben treiben. Unter bewertungstechnischen Aspekten ist der MDAX-Titel übrigens mit einem 2010er-KGV von 14 nicht zu teuer. Clevere Börsianer sollten allerdings lieber bei die Stammaktie (WKN 524 550) ordern, für die sich ein 2010er-KGV von 11 errechnet.

… oder dieses Zertifikat ins Depot packen

Eine lukrative Alternative zu den beiden Aktien ist das Capped-Bonuszertifikat auf die Hugo Boss-Vorzugsaktie mit der WKN BN4 VN5. Mit diesem vom Bankkonzern BNP Paribas emittierten Produkt lässt sich bis zum 23. September 2010 eine Bonusrendite von 16,4 Prozent erzielen, sofern der Basiswert bis dahin nie auf oder unter die 20-Euro-Marke fällt.


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