Before the Bell: Zurückhaltung im DAX, US-Futures vor Konjunkturdaten etwas schwächer

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Der deutsche Aktienmarkt übt sich heute in Zurückhaltung. Nach den Zugewinnen gestern, muss der DAX heute leichte Abschläge hinnehmen. Mit Spannung wartet man auf Impulse aus den USA. Von Seiten Griechenlands kamen heute bereits positive Impulse, nachdem der griechische Premierminister Papandreou drastische Steuererhöhungen und radikalen Kürzungen im Öffentlichen Dienst angekündigt hat. Das was Griechenland derzeit bevor steht, könnte den anderen PIGS-Staaten (Portugal, Italien, Spanien) erst noch bevor stehen. An dieser Stelle sei auch auf eine neue Wortschöpfung hingewiesen. Statt des beleidigenden „Schwein“ spricht man inzwischen auch von den STUPID-Staaten. Dahinter verbergen sich dann Spanien, Türkei, United Kingdom/Großbritannien, Portugal, Italien und Dubai, wie der financeBLOG heute treffend erläuert.

adidas schockiert die Märkte und setzt auf die Hoffnung

Die heutigen Zahlen von adidas waren für viele Marktteilnehmer ein Schock. Der Konzerngewinn vor Steuern hat sich 2009 um 60 Prozent auf 358 Mio. Euro verringert und das bei einem nur wenig veränderten Umsatz. Die Wirtschaftskrise hat sich also auch im Sportartikelbereich drastisch breit gemacht. Für das kommende Jahr kann man aber keine Wunder versprechen. Und das liest sich dann in der Pressemitteilung so:

Der Konzern erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2010 währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich steigen wird. Trotz der prognostizierten weltweiten wirtschaftlichen Erholung werden ein langsamerer Aufschwung der Konsumnachfrage sowie ein weiterhin vorsichtiges Verhalten der Einzelhändler die Umsatzentwicklung bremsen. Allerdings dürften positive Auswirkungen resultierend aus der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™, eine starke Präsenz in schnell wachsenden Schwellenländern sowie Verbesserungen bei der Marke Reebok diese negativen Effekte mehr als ausgleichen.

Wachsweicher könnte man das nicht formulieren. Da gehen die (eigentlich positive) EPS-Prognose von 1,90 Euro bis 2,15 Euro und die (absehbare) Dividendenkürzung von 50 Cent auf 35 Cent fast schon unter. Allein von der Hoffnung mag sich aber so manch Anleger bei adidas nicht mehr verlassen und stößt seine Papiere ab. Die adidas-Aktie verliert 6,5 Prozent. Nicht ganz zu Unrecht, denn adidas muss beim nächsten Mal „liefern“. Die WM im Sommer ist noch eine Weile hin und ob hier wirklich die großen Impulse kommen, ist noch offen.

US-Futures vor Konjunkturdaten leicht rot

An der Wall Street blickt man nach dem gestrigen ruhigen Handelsverlauf gespannt auf die Konjunkturdaten. So steht in Kürze der ADP-Arbeitsmarktbericht für Februar an. Hiervon erwartet man sich erste Signale für die offiziellen Daten am Freitag. Kurz nach Handelsbeginn folgt dann der ISM-Dienstleistungsindex für Februar. Am Abend schließlich steht das Beige Book auf der Agenda. Bei den Quartalszahlen kehrt allmählich Ruhe ein. Die US-Futures notieren dabei leicht rot. Der S&P 500 verliert 0,2 Prozent. Der NASDAQ gibt wiederum 0,1 Prozent nach. Der DAX büßt in Frankfurt 0,2 Prozent auf 5.766 Punkte ein.


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