Blick am Morgen: K+S und Deutsche Bank

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Bildquelle: Pressebild K+S

Am gestrigen Mittwoch berief der Aufsichtsrat von K+S (WKN: KSAG88 / ISIN: DE000KSAG888) einen neuen Finanzvorstand, und zwar zum 12. Mai 2017.

K+S-Chart: finanztreff.de
K+S-Chart: finanztreff.de

Das war notwendig geworden, weil der bisherige Finanzvorstand Dr. Burkhard Lohr an die Firmenspitze vorrücken = zum neuen Vorstandsvorsitzenden werden wird. Neuer Finanzvorstand wird der derzeitige Leiter der Abteilung „Investor Relations“, Thorsten Boeckers. Dieser hatte zuletzt ja nicht gerade besonders erfreuliche Nachrichten mitzuteilen, um es einmal so auszudrücken.

Von enttäuschenden Quartalszahlen bis hin zu einer Verzögerung bei der Produktionsaufnahme der Legacy Mine gab es da einige Enttäuschungen. Und wieso konnte K+S zu Wochenbeginn dennoch über 19 Euro klettern, siehe Chart? Wohl deshalb: In der Branche gibt es Fusionsgerüchte. Diesmal allerdings nicht um die Potash Corp. und K+S, sondern um Potash und Agrium. In trockenen Tüchern ist da noch nichts, und wieso sollte das überhaupt für K+S gut sein?

Vielleicht deshalb: Wenn sich einige Anbieter zusammenschließen, könnte das dazu führen, dass das Angebot an Kali künstlich verknappt wird, um den Kalipreis steigen zu lassen. Auch wenn K+S nicht direkt daran beteiligt wäre, würden sich die Kasseler sicher über einen steigenden Kalipreis freuen. Doch das ist alles nur vage Spekulation derzeit – mal sehen, wie es bei Potash und Agrium weitergehen wird!

Dann der Blick auf die Deutsche Bank:

Die Europäische Zentralbank möchte mit ihrer Politik des leichten Geldes unter anderem die Banken dazu bringen, verstärkt Kredite an Unternehmen und Private zu vergeben. Das geht nur bedingt auf, wie neue Zahlen der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) vom Mittwoch zeigen.

Demnach ist das von Privatbanken an „Unternehmen und Selbständige“ in Deutschland vergebene Kreditvolumen im zweiten Quartal um lediglich 0,1% gegenüber dem Stand von März gestiegen. Auf Jahressicht ergibt sich immerhin ein moderates Plus von 1,6%. Immerhin – sofern man denn „höhere Schulden“ als erstrebenswert bezeichnet, so ist ja wohl derzeit der Zeitgeist (brrr). Die Deutsche Bank teilte mit, dass von der höheren Kreditvergabe die „meisten Bankengruppen“ profitieren konnten, somit auch die Deutsche Bank selbst. Ausnahme seien Auslandsbanken, Landesbanken und Förderbanken gewesen.

Und sonst? In den letzten Tagen gab es einige Gerüchte über eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank, doch nach diversen Berichten sieht es derzeit nicht so aus, als ob das in nächster Zukunft erfolgen wird. Doch was die Zukunft bringen wird, wer weiß das schon?

Und dann noch das Zitat zum Tag:

„Es ist dunkler, wenn ein Stern erlischt, als es sein würde, wenn er nie gestrahlt hätte.“ – George Bernard Shaw

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto K+S


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