Auf den Index setzen!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Ein Produkt, das sich in den vergangenen Börsenjahren einer immer weiter wachsenden Beliebtheit bei Anlegern erfreut, ist das Zertifikat. Und das zu Recht. Denn Zertifikate sind die Allrounder der Geldanlage.

Bereits vor gut 27 Jahren, 1989, wurde erstmals ein Zertifikat von einer Bank bzw. Kapitalanlagegesellschaft emittiert und an der Börse gehandelt. Zertifikate wurden vorwiegend für Privatanleger konzipiert und ermöglichen dem Käufer, an der Entwicklung eines Basiswertes („Underlying“) zu partizipieren. Noch 1999 gab es lediglich 800 Papiere, die Sie als Anleger nutzen konnten. Heute sind es eine knappe Million Zertifikate! Und es kommen ständig neue Titel hinzu.

Mit Zertifikaten können Sie als Anleger an der Wertentwicklung von Aktien, Indizes, Edelmetallen, Anleihen, Rohstoffen oder Währungen partizipieren. Diese Finanz-Produkte sind nach ihrer rechtlichen Struktur Inhaberschuldverschreibungen, also Anleihen, und besitzen einen Rückzahlungsbetrag, der nach bestimmten Modalitäten von der Kursentwicklung des Basiswertes (also der Aktie, des Index, etc.) abhängig ist und entweder über eine begrenzte oder unbegrenzte Laufzeit verfügen.

Eines der einfachsten Zertifikate-Produkte ist das Index-Zertifikat. Diese Zertifikate-Art kam im Sommer 1990 bereits auf den Markt. Ein Index-Zertifikat bildet den Kursverlauf des Basiswertes, einen Index wie den deutschen DAX, in einem bestimmten Bezugsverhältnis eins zu eins ab. Anleger können somit anhand des Indexstands, bereinigt um das Bezugsverhältnis, den Wert des Index-Zertifikats ablesen. Das Schöne an diesen Zertifikaten – sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Transparenz aus. Index-Zertifikate existieren sowohl Währungsgesichert (sogenannte Quanto-Zertifikate) als auch ohne Währungssicherung.

Anleger, die sich beispielsweise einen Index wie den DAX in ihr Portfolio legen möchten, können als mit nur einem einzigen Wertpapier den gesamten Index kaufen. Ein einfaches und verständliches Prinzip, bei dem Sie ihre Zertifikate zu den börsenüblichen Handelszeiten jederzeit handeln können. Die Beliebtheit dieser Produktkategorie lässt sich auch an Zahlen ablesen:

Hatten Index-Zertifikate zum 31. Januar 2015 noch 5,7 Prozent des Marktvolumens aus (4,0 Mrd. Euro) inne, so stieg ihr Anteil zum Ende des vergangenen Jahres auf 7,2 Prozent (4,5 Mrd. Euro). Indizes haben also als Basiswerte speziell bei Anlageprodukten deutlich hinzugewonnen, wie diese DDV-Daten zeigen. Ebenso beliebt sind damit verbunden bei den deutschen Anlegern die sogenannten Sparplan-Zertifikate – kann man doch mit diesen über kleine regelmäßige Zahlungen auf einen soliden Index wie den DAX einen bestimmten Teil seines Vermögensaufbaus durchfuhren. Eines sollte jeder Anleger natürlich im Hinterkopf haben: Zertifikate sind kein Sachwert-Investment. Mit diesen besitzen wir als Investoren keine Anteile irgendeines Unternehmens, einer Branche oder eines Index. Wir sind keine Aktionäre, sondern „nur“ Investoren, die auf solides Basisinvestment setzen. Das heißt: Ohne eine gewisse Risikobereitschaft wird es nie mit Index-Zertifikaten möglich sein, nachhaltige Gewinne zu generieren. Diese ermöglichen Ihnen als Anleger aber mit kleinem Kapital den einfachen Zugang zu den verschiedensten Anlageklassen und -regionen. Und das wiederum ist schon sehr reizvoll.

Dieser Beitrag ist ein Stück aus EINBLICKE – dem neuen Magazin von dieboersenblogger.de. Unter markteinblicke.de finden Sie das gesamte Magazin. Dort können Sie in der Ausgabe blättern oder Sie laden es sich als PDF herunter. Künftig wird EINBLICKE einmal im Quartal erscheinen.

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