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Kehrt Gold zum glänzenden Anlageerfolg zurück?

Gold gilt gemeinhin als der Sachwert schlechthin: In Form von Münzen ist es gut zu transportieren und weltweit als Ersatzwährung aufgrund des Materialwertes anerkannt. Aber die Krisenwährung hat auch einen schlechten Ruf. Während Gold zu Zeiten der Lehman-Pleite von Hoch zu Hoch kletterte, fiel der Goldpreis in den letzten Jahren kräftig ab. In der Folge wendeten sich viele Goldanleger, die auf dem Höhepunkt der Krise eingestiegen waren, enttäuscht, und zum Teil voller Verluste, ab.

Doch die Sorgen unserer Zeit bringen Gold als Krisenwährung wieder zurück auf das Tablett vieler Anleger. Egal ob Euro-Krise, Brexit oder welche Krisensau auch sonst durchs mediale Anlegerdorf getrieben wird: Gold erlebt in letzter Zeit immer wieder einen kurzen Aufschwung.

Vergessen wird dabei allzu oft: Gold ist keine Anlageform wie jede andere. Gold ist die Absicherung für schlechte Zeiten und hat als solche nun mal ihre ganz besondere Berechtigung. Ein Depotanteil von bis zu 10 Prozent ist dabei durchaus sinnvoll. Verkauft wird jedoch nicht, denn eine Versicherung schließt man ja auch auf Dauer ab. Bleibt die Frage: Investiere ich in Gold physisch oder nicht?

Bequeme Anleger aus Deutschland haben die Frage für sich mit einem wie wir finden spannenden Zwitter beantwortet: Xetra-Gold. Dabei handelt es sich um eine zu 100 Prozent mit Gold unterlegte Inhaberschuldverschreibung der Deutsche Börse Commodities GmbH, die einen Auslieferungsanspruch auf physisches Gold verbrieft.

Der Goldbestand, der zur Deckung der Inhaberschuldverschreibung hinterlegt wird, ist auf einen neuen Rekord von 90,67 Tonnen angestiegen. Das ist ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent seit Jahresbeginn. Für jeden Anteilschein Xetra-Gold wird im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt genau ein Gramm Gold hinterlegt.

Das verwaltete Vermögen von Xetra-Gold beläuft sich aktuell auf 3,5 Mrd. Euro. Xetra-Gold-Anleger haben jederzeit Anspruch auf die Auslieferung des verbrieften physischen Goldes. Seit der Einführung von Xetra-Gold im Jahr 2007 haben Anleger davon mittlerweile 900 Mal Gebrauch gemacht. Dabei wurden insgesamt 4,5 Tonnen Gold ausgeliefert. Man kann also im Fall der Fälle sein Gold auch nach Hause holen.

Wer dagegen dauerhaft Münzen oder Barren zu Hause oder im Bankschließfach besitzen möchte, ist mit klassischen Goldanlagen besser bedient. Auch war das Interesse zuletzt sehr hoch. Laut World Gold Council hat die Investorennachfrage im ersten Halbjahr 2016 einen neuen Rekordwert erreicht und lag mit 1.064 Tonnen sogar 16 Prozent über dem bisherigen Bestwert von 2009.

Man sieht: Anleger haben verstanden, dass Gold nicht kurzfristig für schlechte Zeiten taugt, sondern dauerhaft ins Depot gehört. Denn, dann kann auch eine richtige Krise kommen, ohne dass einem das aufgebaute Vermögen um die Ohren fliegt.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank


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