Dividendenstrategie – Auf lange Sicht nicht zu schlagen

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Häufig unterschätzen Anleger bei ihren Investments an den Börsen die Bedeutung von Dividenden. Dabei machen Ausschüttungen an die Anteilseigner rund die Hälfte der langfristigen Rendite am Aktienmarkt aus. In Zeiten niedriger Zinsen nimmt die Wichtigkeit von Dividenden sogar noch zu.

Dividenden wirken gewissermaßen als legales Doping für Aktienmarktrenditen. Dabei lässt sich die Wichtigkeit von Ausschüttungen an einem ganz einfachen Beispiel erkennen. Es ist üblich, den Deutschen Aktienindex (DAX) als einen so genannten Performanceindex darzustellen. Allerdings gibt es ihn auch als Kursindex.

Der Unterschied liegt darin, dass im Kursindex Dividenden der 30 deutschen Blue Chips unberücksichtigt bleiben. Dank der Einbeziehung von Dividenden notiert der DAX als Performanceindex deutlich höher als der Kursindex. In etwa doppelt so hoch. Aufgrund der Bedeutung von Ausschüttungen ist es wenig überraschend, dass die besten Dividendenwerte an den Börsen besondere Aufmerksamkeit genießen. Ebenso wenig überraschend ist der Umstand, dass berühmte und erfolgreiche Investoren wie Warren Buffett die Dividendenhöhe bei ihrer Anlageentscheidung mehr als nur mitberücksichtigen.

ECHTE DIVIDENDENARISTOKRATEN

Der Gesundheitskonzern Fresenius (WKN: 578560 / ISIN: DE0005785604) hat für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividendenerhöhung um 25 Prozent vorgenommen. Von 0,44 Euro in 2014 ging es nun auf 0,55 Euro je Aktie. Auch wenn eine solch deutliche Steigerung der Ausschüttung an sich bemerkenswert ist, gab es einen anderen Grund, warum sie so besonders war. Das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg hat die Dividende damit zu 23. Mal in Folge angehoben.

Neben Firmen wie dem französischen Kosmetikkonzern L’Oreal, dem Schweizer Pharmakonzern Roche oder dem weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé gehört Fresenius damit zur europäischen Crème de la Crème in dieser Kategorie. In den Kreis der US-Amerikanischen Dividendenaristokraten würde es Fresenius trotz dieser beeindruckenden Serie an Dividendensteigerungen trotzdem nicht schaffen. Dafür fehlen dem DAX-Konzern noch zwei Dividendenerhöhungen. Wenn man sich jedoch das profitable Wachstum bei Fresenius in den vergangenen Jahren anschaut, dann sollte die baldige Zugehörigkeit zu diesem erlesenen Kreis von Unternehmen machbar sein.

In dem breiten US-Index S&P 500 gelistete Unternehmen, die es mindestens 25 Jahre hintereinander geschafft haben die Dividende zu erhöhen, kommen in den S&P 500 Dividend Aristocrats Index. Das ist eine ganz besondere Auszeichnung. Zu den echten Dividendenaristokraten zählen Konzerne wie Coca-Cola, Procter & Gamble, Johnson & Johnson oder Colgate-Palmolive. Diese vier Unternehmen haben ihre Ausschüttung nicht nur mindestens 25 Jahre in Serie angehoben, sondern nun schon mindestens 50 Mal hintereinander. Unter ihnen sind auch Unternehmen wie Eli Lilly, Procter & Gamble, Colgate-Palmolive oder General Electric (GE), die mit einer noch beeindruckenderen Statistik aufwarten können. Sie schütten sogar seit mehr als 100 Jahren ununterbrochen Dividenden aus.

DEUTSCHLAND – DAS LAND DER SOLIDEN DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNGEN…

Investoren müssen jedoch gar nicht auf die andere Seite des Atlantiks schauen. In Deutschland leben wir in einer Zeit der Rekordausschüttungen. Die schwierige Weltkonjunktur sorgt dafür, dass das Umfeld für größere Wachstumsinvestitionen nicht gerade ideal ist. Warum also nicht einen Teil des Geldes mithilfe von Aktienrückkaufprogrammen und Dividenden an die Anteilseigner zurückgeben? Während sich die beiden großen Energieversorger RWE und E.ON aufgrund wegbrechender Geschäfte in der konventionellen Energieerzeugung bei ihrer Dividendenpolitik zuletzt zurückhalten mussten, konnten die anderen deutschen Blue Chips überzeugen.

Dabei kommen ihnen auch die Marktgegebenheiten zugute. Die lockere Geldpolitik der EZB sorgt für einen relativ schwachen Euro. Davon profitieren die traditionell exportstarken deutschen Unternehmen. Die dadurch erzielten Erfolge kommen letztlich über Dividenden und Kurssteigerungen auch Investoren zugute. Angesichts des hervorragenden Umfelds für Dividendenfans und einer beeindruckenden Dividendenhistorie bei den europäischen und US-Amerikanischen Dividendenaristokraten lassen sich genügend Unternehmen finden, deren Aktien man nach dem Kauf beruhigt über viele Jahre liegen lassen und später sogar seinen Kindern oder Enkeln sogar vererben kann.

… NOCH ATTRAKTIVER DANK NIEDRIGZINSUMFELD

Ein solches Gefühl der Sicherheit ist an den Aktienmärkten schwer zu finden, vor allem, wenn man die Unsicherheiten zu Beginn des Jahres 2016 rund um die Sorgen vor einem schwächer werdenden Wirtschaftswachstum in China und die Turbulenzen an den weltweiten Ölmärkten bedenkt. Gerade dann ist es gut zu wissen, dass es Unternehmen da draußen gibt, die es schon viele Jahrzehnte geschafft haben, ihre Ausschüttungen an ihre Anteilseigner zu steigern – trotz immer wiederkehrender Wirtschaftsabschwünge und Finanzkrisen. Die Finanzkrise von 2007/08 und die geplatzte Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende sind gar nicht so lange her. Für die echten Dividendenaristokraten waren dies jedoch keine Gründe, irgendetwas an ihrer über viele Jahre und Jahrzehnte bewährten Dividendenpolitik zu ändern. Sie wollen ihren hart erkämpften Status nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen. Aus diesem Grund sind diese Unternehmen darauf bedacht, eine nachhaltige Dividendenpolitik zu fahren und selbst bei Konjunkturabschwüngen zumindest keine Dividendensenkungen vorzunehmen.

Neben der beeindruckenden Leistung echter Dividendenaristokraten in Sachen Ausschüttungen gibt es derzeit auch einen zweiten wichtigen Grund, warum Anleger die Dividendenstrategie fahren können. Nach der jüngsten Finanzkrise und der Eurokrise haben die wichtigsten internationalen Notenbanken versucht die Finanzmärkte zu stabilisieren. Zu diesem Zweck haben sie diese mit Liquidität geflutet. Das dadurch entstandene Niedrigzinsumfeld kam den Aktienmärkten zugute. Allerdings wurde es für Anleger zuletzt immer schwieriger, renditestarke und sichere Investments zu finden. Wer sein Geld gerne in Staatsanleihen oder Schuldpapiere von Unternehmen stecken möchte, muss sich mit deutlich gesunkenen Renditen begnügen, vor allem, wenn auch noch die Bonität stimmen soll und man den High-Yield-Bereich meiden möchte. Gleichzeitig leiden beliebte Anlageformen wie Lebensversicherungen, Sparbücher, Tages- oder Festgeld unter mickrigen Zinsen. Bei manchen von ihnen fahren Sparer nach Abzug der Inflation reale Verluste ein. Dividendenwerte können dagegen auf ein Jahr gesehen mit Dividendenrenditen von 3, 4, 5 oder sogar 6 Prozent aufwarten. Solch traumhafte Renditen sehen angesichts des vorherrschenden Niedrigzinsumfelds noch attraktiver aus.

AUFPASSEN: DIVIDENDENRENDITE IST NICHT ALLES!

Allerdings besteht eine Dividendenstrategie nicht nur darin, Titel mit der höchstmöglichen Dividendenrendite auszuwählen. Das wäre leider viel zu einfach. Außerdem kann eine solche Strategie mittel- bis langfristig in die Hose gehen. Vielmehr sollten Investoren auf die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und Wachstumsmöglichkeiten für die Zukunft achten, da neben den aktuellen Dividendenzahlungen, ebenfalls die zukünftigen Ausschüttungen gewährleistet sein sollten. Aus diesem Grund kommen andere Kennzahlen wie die Ausschüttungsquote ins Spiel. Diese bezieht sich in den meisten Fällen auf den Gewinn oder den Free Cashflow. Investoren sollten daher unbedingt darauf achten, dass keine Substanz ausgeschüttet wird oder, dass Unternehmen Dividenden lediglich mit Schulden finanzieren. Dividendenrenditen von 7 oder 8 Prozent können ein Warnsignal sein. Bei prozentual zweistelligen Dividendenrenditen sollte man erst recht hellhörig werden.

Die rechnerische Ermittlung der Dividendenrendite selbst sollte Anlegern als Warnsignal dienen, sich bei ihrer Investmententscheidung nicht nur auf die Höhe selbiger zu verlassen. Hohe Dividendenrenditen sind entweder Ausdruck deutlich steigender Ausschüttungen oder stark fallender Aktienkurse. Schließlich teilt man für die Ermittlung der Dividendenrendite die Dividende je Aktie durch den entsprechenden Kurs an der Börse.

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Dividenden pimpen die Rendite mit Aktien auf

Dass einige Unternehmen die Dividende senken oder sogar ganz streichen sollten, sieht man derzeit zum Beispiel bei den ganz großen Öl- und Gaskonzernen. Die gefallenen Energiepreise haben Unternehmen wie Shell, BP, Total oder ExxonMobil dazu veranlasst, milliardenschwere Sparprogramme aufzulegen. In vielen Fällen blieben jedoch die Dividenden unangetastet. Angesichts deutlich zurückgegangener Aktienkurse sind die Dividendenrenditen geradezu in die Höhe geschossen. Gleichzeitig wollen diese Konzerne nicht auf die hohen Dividendenzahlungen verzichten. Schließlich sind sie, neben günstigen Einstiegskursen und der Hoffnung auf einen Turnaround im Öl- und Gassektor, eines der letzten Argumente, warum Anleger über Investments in dieser Branche nachdenken sollten.

ZUKUNFTSTRENDS IM VISIER

Zu den Unternehmen, die sich zuletzt höhere Dividenden leisten konnten, gehört der Gesundheitskonzern Fresenius. 2015 hat das Unternehmen die 23. Dividendenerhöhung vorgenommen und damit seinen Platz unter Europas Dividendenaristokraten weiter gefestigt. In den vergangenen Jahren war die Fresenius-Aktie derart erfolgreich, dass sich das DAX-Unternehmen im Sommer 2014 dazu entschlossen hatte, einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 3 durchzuführen. Auf diese Weise erscheint der Titel optisch günstiger, so dass er für eine breitere Anlegerschicht attraktiver wird und neue Kursimpulse generiert werden. Angesichts der Übernahme von Kliniken der Rhön-Klinikum AG und einiger Zukunftstrends, die Fresenius zugutekommen, könnten weitere Kurssteigerungen und damit eventuell auch weitere Aktiensplits notwendig werden.

Als Gesundheitskonzern, der weltweit Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten anzubieten hat, profitiert Fresenius von wichtigen Megatrends. Während der medizinische Fortschritt immer weiter voranschreitet, werden die Menschen immer älter. Aus diesem Grund war die Übernahme der Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG für den Geschäftsbereich Helios wichtig. Insgesamt gehören zur Helios Kliniken Gruppe inzwischen mehr als 100 eigene Krankenhäuser, darunter mehrere so genannte Maximalversorger. Die weiteren Geschäftsbereiche sind Vamed, Kabi und Fresenius Medical Care (FMC).

AMBITIONIERTE ZIELE

Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Das Leistungsspektrum umfasst laut Fresenius die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung. Fresenius Kabi bietet wiederum lebensnotwendige Medikamente und Medizinprodukte zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung an. Die Produkte und Dienstleistungen werden in der Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten eingesetzt. Schließlich ist Fresenius Medical Care der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen. Die Dialyse-Tochter ist unter anderem der weltweit führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Hämodialyse-Geräten, Dialysatoren und damit verbundenen Einweg-Produkten.

Da Fresenius gut positioniert ist, um von demografischen Entwicklungen, dem weltweiten Wirtschaftswachstum und den Fortschritten in der Medizin zu profitieren, hat man sich mittelfristig einige ambitionierte Ziele gesetzt. Die Konzernumsätze sollen bis 2019 auch dank Übernahmen auf 36 bis 40 Mrd. Euro anwachsen. Im Jahr 2015 lagen die Erlöse noch bei 27,6 Mrd. Euro. Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis soll wiederum bei 2,0 bis 2,25 Mrd. Euro liegen, nachdem 2015 ein Wert in Höhe von 1,4 Mrd. Euro erzielt werden konnte. Schließlich will sich Fresenius weitere Dividendensteigerungen leisten können.

KONSUMIERT WIRD IMMER

Bei einem Blick auf die Dividendenaristokraten fällt auf, dass häufig Unternehmen aus Bereichen wie der Gesundheitsbranche oder der Nahrungsmittelindustrie zu finden sind. Die Erklärung dafür ist recht einfach. Um ein echter Dividendenaristokrat zu werden, müssen die Ausschüttungen regelmäßig gesteigert werden. Also auch in Jahren, in denen eine schwächere Konjunktur es den Unternehmen erschwert, Gewinne zu erzielen. Firmen aus den Feldern Gesundheit, Nahrung oder Konsumgüter sind geradezu prädestiniert solche Phasen relativ gut zu überstehen. Aus diesem Grund werden sie auch als defensive Werte bezeichnet. Ihnen kommt der Umstand zugute, dass auch in schwächeren Konjunkturphasen Geld für Essen, Medizin oder Produkte des täglichen Bedarfs ausgegeben werden muss.

COCA-COLA: GESÜNDERE KUNDEN

Ein echter Klassiker unter den US-Dividendenaristokraten aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist der Brausehersteller Coca-Cola (WKN: 850663 / ISIN: US1912161007). Die weltweite Nummer eins unter den Getränkeherstellern hat die Ausschüttungen an die Anteilseigner mehr als 50 Jahre in Serie anheben können. Selbst Warren Buffett ist ein großer Fan von Coca-Cola. Und das gleich aus mehreren Gründen. Das „Orakel von Omaha“ hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass ihm „Coke“ schmeckt. Außerdem war seine langfristige Beteiligung an dem Unternehmen einer der vielen Gründe für seinen Erfolg und Reichtum. Noch immer stellt die Beteiligung an Coca-Cola eine der größten Einzelpositionen im Depot seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway dar.

Coca-Cola hatte in den vergangenen Jahren allerdings auch mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Ein Belastungsfaktor ist der starke US-Dollar. Noch gravierender sind jedoch die Auswirkungen einer sich ändernden Lebensweise der US-Amerikaner und ihrer Einstellung zum Thema Ernährung. Zucker in Nahrungsmitteln und Fettleibigkeit sind nicht mehr ganz so selbstverständlich wie in der Vergangenheit. Vor allem junge US-Amerikaner achten immer mehr darauf, sich gesund zu ernähren. Die stark zuckerhaltigen Getränke von Coca-Cola passen nicht ganz in dieses Bild eines gesünderen Amerika. Coca-Cola versucht sich seit geraumer Zeit mithilfe von Einsparungen auf die neue Realität einzustellen. Außerdem soll der Konzern insgesamt etwas schlanker und fitter gemacht werden, so ähnlich wie die zukünftigen Kunden. Für diese will man aufgrund des wachsenden Bewusstseins für gesunde Ernährung verstärkt Getränke auf den Markt bringen, die wenig oder keinen Zucker enthalten.

NESTLÉ: EIN WEITERER GRUND ZUM FEIERN

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN: A0Q4DC / ISIN: CH0038863350) konnte jüngst seinen 21. Dividendenanstieg feiern. Allerdings war dies nicht der einzige Grund, warum das Unternehmen aus dem schweizerischen Vevey Grund zur Freude hatte. 2016 ist das Jahr des 150-jährigen Jubiläums. Damit dürfte die 22. Dividendenerhöhung nur eine Formsache sein. Schließlich will man den Anteilseignern nicht ausgerechnet im Jubiläumsjahr die Laune verderben. Im Zuge der Feierlichkeiten zum Jubiläum wird man bei Nestlé nicht müde herauszustellen, wie alles 1866 angefangen hatte. Es wird gerne auf Henri Nestlé und sein berühmtes Kindermehl verwiesen, mit dem er das Leben eines Frühgeborenen rettete.

Während Nestlé mit den Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum beschäftigt ist, lief zuletzt im operativen Geschäft nicht immer alles reibungslos. Den Schweizern machte lange Zeit der starke Franken zu schaffen. Allerdings konnte man selbst bereinigt um Wechselkurseffekte zuletzt nicht ganz so stark wachsen wie in der Vergangenheit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 verbuchte Nestlé das schwächste Umsatzwachstum seit sechs Jahren. Die konzernweiten Erlöse legten auf organischer Basis, also währungs- und portfoliobereinigt, lediglich um 4,2 Prozent auf 88,8 Mrd. Schweizer Franken (CHF) zu. Außerdem hatte Nestlé für das Geschäftsjahr 2016 nur ein organisches Umsatzplus in etwa auf dem Vorjahresniveau in Aussicht gestellt. Mittel- bis langfristig hat sich das Unternehmen jedoch ein jährliches Umsatzplus von 5 bis 6 Prozent vorgenommen. Das ist derzeit jedoch nicht ganz so einfach zu erreichen. Während die Industrienationen mit einem lediglich moderaten Wirtschaftswachstum kämpfen, wachsen die Schwellenländermärkte längst nicht so rasant wie es in den vergangenen Jahren der Fall war.

Genau das Schwellenländergeschäft sollte jedoch westlichen Konsum-und Nahrungsmittelkonzernen wie Nestlé als Wachstumsmotor dienen. Das Wirtschaftswachstum sorgt schließlich für eine breitere Mittelschicht, die aufgrund eines größeren Reichtums idealerweise die Ess- und Konsumgewohnheiten der entwickelten Volkswirtschaften kopiert. Allerdings wäre Nestlé nicht über 150 Jahre lang so erfolgreich gewesen, wenn man nicht herausgefunden hätte, wie man mit schwächeren Konjunkturphasen fertig werden soll.

Dieser Beitrag ist ein Stück aus EINBLICKE – dem neuen Magazin von dieboersenblogger.de. Unter markteinblicke.de finden Sie das gesamte Magazin. Dort können Sie in der Ausgabe blättern oder Sie laden es sich als PDF herunter. Künftig wird EINBLICKE einmal im Quartal erscheinen.

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