Daimler: Die Schwaben haben klare Ziele

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

In Zeiten von „Dieselgate“ und einer schwächelnden Konjunktur ist es nicht gerade leicht für die deutsche Autobranche. Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) lässt sich jedoch auch durch ein wenig Gegenwind nicht von seinem Kurs abbringen.

Daimler versucht mit seiner Pkw-Marke Mercedes-Benz die weltweite Nummer eins im Bereich Premiumfahrzeuge zu werden. Dadurch angestachelt haben die Schwaben zuletzt starke Absatzzahlen präsentiert, was sich natürlich auch auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung positiv auswirkt. Der DAX-Konzern konnte im zweiten Quartal 2016 seinen Umsatz um 3 Prozent auf 38,6 Mrd. Euro steigern. Das berichtete EBIT sank im Vorjahresvergleich um 12 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte – beispielsweise die Kosten im Zusammenhang mit Takata-Airbags – bereinigte EBIT stieg hingegen um 6 Prozent auf knapp 4 Mrd. Euro. Unter den einzelnen Segmenten konnten vor allem Mercedes-Benz Vans sowie Daimler Buses deutliche Ergebniszuwächse vermelden. Daimler Trucks leidet hingegen unter der schwächeren Entwicklung in Süd- und Nordamerika.

Mercedes-Benz Cars konnte trotz eines spürbaren Absatzanstieges nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau ausweisen. So sank die EBIT-Marge von 10,5 auf 6,4 Prozent. Hierfür machte das Management vor allem Sonderfaktoren (Takata Airbags, Einigung in einem Patentstreit, Modellwechsel bei der E-Klasse) verantwortlich. Die bereinigte Marge kletterte gegenüber dem Auftaktquartal des Jahres (7,1 Prozent) jedoch deutlich auf 10,0 Prozent. Während Daimler die Profitabilität der Autosparte auf bereinigter Basis deutlich verbessern konnte, hat das Unternehmen zusätzlich seinen Gesamtjahresausblick – deutlicher Anstieg von Absatz und Umsatz, leichter Anstieg beim EBIT aus dem laufenden Geschäft – bestätigt. Auch in den einzelnen Segmenten wurden die bisherigen Prognosen bestätigt.

Darüber hinaus sieht Daimler keine negativen Auswirkungen aus den verhängten Truck-Kartellstrafen der EU. Der Konzern hatte hierfür bereits 2011 und 2014 Rückstellungen vorgenommen. Positive Impulse erhofft sich Daimler wiederum aus den Investitionen in einige Zukunftsfelder. Auf diese Weise soll das Geschäft auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Neben Speichertechnologien sind die Schwaben in vielen anderen Bereichen aktiv. Erst kürzlich hatte Daimler seinen Anteil am Fahrdienst Blacklane weiter ausgebaut. Es sollen nicht die letzten Zukunftsinvestitionen gewesen sein. Laut Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services AG, ist man bereit, auch in Zukunft strategische Investitionen in das Mobilitäts-Ökosystem zu tätigen, um Kunden flexible und innovative Mobilität bieten zu können.

Nach der besser als vom Unternehmen erwarteten Entwicklung zwischen April und Juni 2016, insbesondere bei Mercedes-Benz Cars, sehen unsere DZ BANK Analysten die aktuelle Unternehmensprognose als zunehmend realistisch an. Sie haben dementsprechend ihre Schätzungen, sowohl für Mercedes-Benz Cars als auch den Daimler Konzern leicht nach oben angepasst, den fairen Wert der Daimler-Aktie von 60,00 auf 69,00 Euro angehoben und das Anlageurteil von „Halten“ auf „Kaufen“ geändert.

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und die fundamentale Analyse des Unternehmens Daimler könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment ein Bonuszertifikat mit Cap der DZ BANK (WKN DGA6EC) auf die Aktie des DAX-Konzerns anbieten. Die Endlaufzeit des Bonuszertifikats ist der 24.03.2017 (Fälligkeitstag), während der Cap bei 70,00 Euro liegt und das Bonuszertifikat mit einer Barriere bei 47,50 Euro ausgestattet ist. Der Puffer beträgt damit aktuell 19,15 Prozent. Wenn die Barriere nicht gerissen wird, werden dem Anleger 70,00 Euro ausgezahlt. Bei einem aktuellen Kaufkurs von 62,00 Euro würde dies einer maximalen Rendite von 12,90 Prozent entsprechen. Die Rückzahlung ist in jedem Fall auf den Höchstbetrag (Cap) begrenzt.
Sollte sich die Markterwartung nicht erfüllen und der Kurs der Daimler-Aktie an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit auf oder unter der Barriere notieren, verliert der Anleger den Anspruch, den Bonusbetrag zu erhalten. Sollte die Barriere gerissen werden, entspricht der Auszahlungsbetrag dem Schlusskurs der Daimler-Aktie am Bewertungstag (17.03.2017; Referenzpreis). Der Auszahlungsbetrag ist jedoch auch in diesem Fall auf den Cap (70,00 Euro) begrenzt. Einen Verlust erleidet der Anleger, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger als der gezahlte Kaufpreis ist. Anleger sind zudem dem Emittentenrisiko der DZ BANK ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.

Stand 03.08.2016/ Ein Gastkommentar von Markus Bärenfänger, DZ BANK

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Bildquelle: Pressefoto Daimler


3 KOMMENTARE

  1. […] Trotz der Spannung in Sachen Geldpolitik der Fed, sollten Investoren die Einzelwerte nicht außer Acht lassen. Dabei lohnt sich vor allem ein Blick auf Daimler. In Zeiten von „Dieselgate“ und einer schwächelnden Konjunktur ist es nicht gerade leicht für die deutsche Autobranche. Daimler lässt sich jedoch auch durch ein wenig Gegenwind nicht von seinem Kurs abbringen. Unsere Einschätzung dazu hier. […]

  2. […] Trotz der Spannung in Sachen Geldpolitik der Fed, sollten Investoren die Einzelwerte nicht außer Acht lassen. Dabei lohnt sich vor allem ein Blick auf Daimler. In Zeiten von „Dieselgate“ und einer schwächelnden Konjunktur ist es nicht gerade leicht für die deutsche Autobranche. Daimler lässt sich jedoch auch durch ein wenig Gegenwind nicht von seinem Kurs abbringen. Unsere Einschätzung dazu hier. […]

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